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Donnerstag, 25. April 2019

Manet für Tidöblomma

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Hallo Ihr Lieben,
Mutter eines Pubertiers zu sein, sorgt nicht nur für strapazierte Nerven, sondern auch für strapazierte Bandscheiben.
Man hat ja immer zwei Entscheidungsvarianten: Man lässt alles liegen, was sie da achtlos haben fallen lassen wie Socken, Unterhosen, Taschentücher, Bonbonpapier, Butterbrotdosen... Diese Liste ist beliebig erweiterbar. 


Oder: Man kämpft durch, dass sie es selber aufheben und geht dafür in den Clinch mit dem Pubertier. „Mama, immer mobbst du mich!“ „Mama, immer meckerst du mit mir!“
Und womit, mit Recht!


Tatsächlich entscheide ich je nach Tagesform und je nachdem, wie viele Kämpfe wir bereits an diesem Tag ausgefochten habe, wie wichtig es mir ist, dass er seinen eigenen Dreck hinter sich aufräumt.
Und es gibt Tage, da bin ich, ganz pädagogisch unwertvoll, einfach nicht mehr in der Lage noch einen weiteren Kampf auszutragen.


Also habe ich dann entweder Rücken oder ich versuche, sein Chaos als seine persönliche kreative Ausdrucksform zu betrachten. 
Leider ist Gelassenheit nicht gerade mein zweiter Vorname und immer wieder sehe ich seine Verhaltensweisen nicht als die eines hormonverwirrten Teenagers, sondern als persönlichen Angriff auf mich. 
Und dann sind wir wieder an genau der Stelle: „Mama, du mobbst mich!“.


Aber manchmal bin ich es auch einfach leid, so wie an diesem Wochenende, als ich alle Parteien besänftigen musste, weil mein Sohn, einfach weil er es wieder verbasselt hatte, sich zu kümmern, auf einmal gleichzeitig hätte an einem Theaterprobenwochenende teilnehmen müssen, gleichzeitig aber auch als Teamer bei den Kinderbibeltagen hätte arbeiten sollen. Beides existenziell wichtige Termine.
Dass er parallel auch eigentlich noch für eine Deutscharbeit üben müsste, ignorieren wir jetzt einfach mal.
Und dass ich ihm sein Theaterscript heute morgen noch mal schnell ausdrucken durfte, weil er seines nicht mehr fand, auch.


Dies geht an all die pubertären Söhne dieser Welt: Wir Mütter brauchen auch einfach mal ein kleines bisschen Anerkennung dafür, wie wir unseren Job machen. Unser Hauptanliegen ist nicht euch zu ärgern (tatsächlich fühlt es sich oft eher so an, als sei dies eures). Wir lieben euch! Immer noch und genau so intensiv wie zu Beginn!


Trotzdem glaube ich manchmal, dass euch ein Jahr soziale Arbeit in einem mittelamerikanischen Land nicht schaden würde. Zumindest bis die schlimmsten Stürme der Pubertät vorbei sind.


Und wie bekomme ich nun die Kurve zu meinem neuen Kleid aus dem wunderschönen „Manet“-Biojersey von Tidöblomma - skandinavisches Design auf Bio-Stoffen? Ganz einfach. Auch wenn mein Sohn das nicht immer so sieht: Das hier ist mein gutes Recht, mein Hobby, meine Zeit für mich, der Ausgleich vom Familienwahnsinn.


Schöne Stoffe zu verarbeiten ist meine Form des Yoga, es entspannt wirklich meine Seele. 
Und mal ganz ehrlich, in diesem Kleid muss ich mich nun wirklich nicht nach seinen Bonbopapieren bücken oder. Da darf er mir eher eine Praline anreichen, finde ich.


Genäht habe ich übrigens eine Elisabeth von Konfettipatterns und jetzt ab damit zum Nähfrosch.

Elisabeth - so cute

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Hallo Ihr Lieben,
heute wird es niedlich, denn ich bringe euch die neue Stoffserie von der Stoff & Liebe GmbH „So cute“ mit. Vernäht habe ich natürlich nicht die niedlichen Kätzchen des Hauptstoffes, sondern die Kombi in blau: die „Strip me -Ribbons“. Einfach, weil ich die Farben so toll fand und ja ohnehin ein Ringelfreund bin.


Also habe ich mir ein neues Kleid genäht, das ich heute Nachmittag stolz ausführen werde, denn mein Kleiner hat heute eine Aufführung im Rahmen der Projektwoche seiner Grundschule. Dort haben sie diese Woche einen Trommelzauber veranstaltet.


Am Montagabend hetzte ich dann noch schnell zum dazugehörigen Elternabend, in der Erwartung etwas über die Projektwoche zu erfahren,
Doch mir schwante Böses, als ich die Turnhalle der Schule betrat, überall standen schon Trommeln bereit. Und tatsächlich: Wir mussten auch trommeln und singen und tanzen und über eineinhalb Stunden im Schnelldurchlauf das Programm der Kinder durchlaufen.


Die Geschichte in einer brutalen Kurzzusammenfassung: Die Kinder wollen nach Tambore in Afrika reisen, aber ihr Flugzeug legt eine Bruchlandung hin, sodass sie dann die verschiedensten Tiere nach dem Weg fragen müssen. Am Ende legen sie dann eine Trommelprüfung hin, um aufs Trommelgymnasium zu dürfen. Ihr seht schon, eine ganz ausgefeilte Story.


So standen dann rund 50 Erwachsene in der Turnhalle und tanzen wie die Elefanten und trommelten Rhythmen auf Worte wie „Schokolade – schmeckt so lecker“. Nun gut, sagen wir, wir haben viel gelacht.

Auch Zuhause wird gerade viel getrommelt, denn jeden Nachmittag lädt uns der Kleine zum Konzert und führt die Lieder auf, die sie gelernt haben. Ich sage Euch, er ist eine viel süßere Giraffe als ich es je als Elefantin sein könnte.


Ich bin also perfekt vorbereitet auf den heutigen Nachmittag.
Also zurück zu meinem neuen Kleid: Genäht habt ich mir eine Elisabeth von Konfettipatterns , in deren Oberteil ich eine zusätzliche Teilung eingebracht habe, um das schöne Streifenmuster wirken zu lassen.
Ich mag ja so sportliche Teile, bestimmt auch perfekt, falls wir heute wieder mittanzen müssen. Ich habe jetzt schon Angst...


Und jetzt ab damit zum Nähfrosch.















Spitzentraum


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Hallo Ihr Lieben,
ich und Spitze....
Okay , habt ihr bislang hier wirklich noch nicht an mir gesehen. Bin ich doch halt eher so die Trulla in Jeans und Turnschuhen.


So dachte die Tage zum Beispiel mein Physiotherapeut, er habe sich im Raum vertan, weil er unter der Tür nur meine Beine hervorblitzen sah und die stecken dieses Mal in einem Kleid.
„Frau Muscheid trägt doch immer nur Jeans!“, war seine Aussage dazu.



Da hat er ja eigentlich recht, nur gibt es mich quasi in zwei Ausgaben: im Winter mit Hoodie und Jeans und im Sommer im Kleid.
Auch wenn sich das dann beim Wechsel auf den Winter dann immer als fatal erweist: Irgendwie werden die Jeans dann immer enger und fühlen dich total unbequem an.
Kleider sind einfach pure Bequemlichkeit.


Trotzdem habe ich etwas gezittert, als mit die liebe Monika von Traumbeere.de - einfach schoene Stoffe diese digitale Spitze mit den dunkelblauen Rosen zeigte. Ein echter Stofftraum, aber ich hatte schon etwas Respekt vorm Vernähen.


Denn eines ist klar: Diese Spitze vernäht man am besten zweilagig, es sei denn, man ist scharf auf besondere Einblicke.


Also bekam ich noch den passenden Jersey und machte mich ans Werk. Mein problemlösender Ansatz: Genäht habe ich dann einfach eine Valery von Romy, diese dann halt nur zwei Mal. Dabei habe ich den Saum des Unterkleids etwas gekürzt, damit er nicht hervorblitzt. Wirklich keine Hexerei. Fertig ist ein leichtes Frühlingskleid im Sommerlook.


Mein Mann ist definitiv angetan von dem Kleidchen. Und manchmal kann man doch auch einfach nähen, um den werten Gatten, glücklich zu machen. Häufig ist er ja auch nicht so glücklich, wenn ich nähe.

Er sagt, das Kleid erinnere ihn an früher.... Will er damit etwas andeuten, ich hätte mich in den letzten 25 Jahren dezent verändert, wäre gar gealtert?


Und jetzt ab damit zum Nähfrosch.








Karl und die Jogginghose


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Hallo Ihr Lieben,
Jogginghosen neigen ja gern dazu, als echte Peinlichkeit zu enden. Schon der große Karl Lagerfeld sagte: „Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren!“.
Ganz so dramatisch sehe ich das nun nicht, aber ich bin ja auch kein Modezar. Für mich haben Jogginghosen außer im Sportunterricht auch nichts in der Schule verloren. Aus meiner Sicht ist die Schule quasi der Arbeitsplatz der Schüler und an dem braucht man angemessene Kleidung. Und dazu gehören Jogginghosen nun mal eher nicht, ebenso wie Cappys oder Winterjacken im Klassenraum.
Meine ganz persönliche Meinung. Fragt meinen Großen, der sieht das ganz anders.
Meine strikte Haltung mag aber auch daran liegen, dass ich in den 80zigern Jugendliche war, die Hochzeit der Ballonseide-Anzüge, die in den wildesten Farbkombis daher kamen.



So kann ich mein einziges sportliches Highlight, einen Turniersieg bei einer Tennis-Kreismeisterschaft, auch nicht dokumentieren, weil ich auf dem Bild zwar tapfer einen Pokal hochhalte, dummerweise aber eine flieder-gelb gemusterte Scheußlichkeit trage, die mich einmal komplett diskreditiert.



So war die Jogginghose für mich lange kein It-Piece.
Mittlerweile hat sich mein Jogginghosen-Weltbild deutlich entspannt. Ich meine, ich bin Mutter dreier Jungs, da lebt man mit diesen Beinkleidern.



So richtig versöhnt habe ich mich aber erst seit kurzen mit der Jogginghose. Nämlich als mir die liebe Monika von Traumbeere diesen wunderbaren Jacquard-Jersey von Traumbeere gezeigt hat.
Maritim angehaucht erinnert er mich ein wenig an die Marke die mit „N“ beginnt und mit „ano“ endet.


Irgendwie war mir direkt klar, dass aus dem Stoff eine Jogginhose werden muss.
Genäht habe ich eine Ludwig Lässig von Lotte & Ludwig, einen wirklich relaxten Schnitt.



Und wisst ihr, was das schönste ist. Der Stoff des Hoodies, den ich Euch vor ein paar Tagen gezeigt habe, passt perfekt zur Hose. Ich gebe zu, es ist eine äußerst gewagte Kombi, Blümchen und Anker zu verbinden, aber die Farben reißen es raus.
Auf jeden Fall meine neue Lieblings-Schlunz-Kombi für Couch-Potato-Tage.



Und jetzt ab damit zum Nähfrosch.
























Summer Feeling


Hallo Ihr Lieben,
unter meinen Nähereien gibt es ein Stiefkind. Ich nähe nämlich äußerst selten T-Shirts. Weder für mich noch für die Jungs.



Dabei sind die tatsächlich Mangelware, wenn ich unsere Kleiderschränke betrachte.
Hoodies sind bei uns echte Massenware, genähte T-Shirts hat mein kleiner ungefähr fünf und auch meine dürften sich in ähnlicher Anzahl bewegen.
Aber das ändere ich gerade.


Nur woran liegt es? Eigentlich sind T-Shirts doch ein sehr dankbares Nähwerk, fix genäht und täglich im Gebrauch.
Ich glaube, wir Stoffvernäher haben oft ein schlechtes Gewissen, wenn wir so etwas Simples abliefern. Wahrscheinlich vollkommen unsinnig, Im Sommer trägt man halt Shirts und eher weniger Hoodies.


Ich glaube, es liegt vor allem an der Suche nach dem perfekten Sitz. Für meine Jungs habe ich da zwei Schnitte gefunden, die super sitzen. Für mich war ich da bislang noch auf der Suche. Von einem perfekten Shirt hat man ja ähnlich genaue Vorstellungen wie von dem perfekten Ehemann. T-Shirts sitzen halt schon eng auf Figur, da braucht man einen Schnitt, der einen nicht bloßstellt.



Die liebe Jenny von J3n-nylie hat sich da so ihre Gedanken gemacht und diese zusammen mit Nadine von 3fachfrein zu einem tollen Schnitt umgesetzt: Mit Summer feeling ist jetzt ein wirklich schönes Basic-Shirt auf dem Markt.



Ich habe dafür einen schönen Blumenstoff von Glünz verwendet und dazu noch einen der neuen Plotts von Shhhout aus der Stencilmania-Serie verwendet. „Fragile“ habe ich mit der Sweet-Puff-Folie vom Ruhrpottkind geplottet.




Ich glaube, jetzt werde ich öfter ein Shirt nähen und was macht Ihr so im Sommer?

Der Rock ist übrigens auch selbstgenäht: Mein aktueller Rockliebling Oisto von tragmal aus Jeans und mit eingelegten Falten und Passe.


Und jetzt ab damit zum Nähfrosch.