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Donnerstag, 13. Juni 2019

Ciela


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Hallo Ihr Lieben,
was ich bräuchte, wäre jemand, der mir einmal den Kopf zurecht setzt. Ich lasse mich oft von Dingen aus der Spur bringen, die, wenn man in Ruhe darüber nachdenkt, gar nicht so entscheidend für mein Leben sind. Mit den kleinen Widernissen und Ungerechtigkeiten oder auch meinen eigenen Fehlern komme ich oft nicht so gut klar und zermartere das Hirn. Vor allem mit den eigenen kleinen Unzulänglichkeiten.



So auch wieder gestern. Anscheinend den schönen Frühlingstag mit meiner Familie zu genießen und zu akzeptieren, was ich ohnehin nicht ändern kann, mache ich mir den Tag kaputt, in dem ich über Stunden, Gedanken von links nach rechts wälze.


Das Stichwort wäre mehr Gelassenheit. Aber diese so wundervolle Charaktereigenschaft ist leider so gar nicht meins. Ich entscheide sehr oft einfach aus dem Bauch heraus, statt das zu beherzigen, was ich meinen Kindern so oft predige: Erst einmal darüber schlafen.


Dabei geht es bei meinen Kindern oft um irgendwelche Kaufentscheidungen, bei denen ich hoffe, dass eine gute Nacht voll Schlaf ihnen etwas mehr Einsicht darin vermittelt, dass nicht jeder Plastikunsinn gekauft werden muss.


Nun gut, ich habe mittlerweile aufgegeben zu erwarten, dass aus mir einmal ein ruhiger, überlegter Mensch wird, der die Dinge des Lebens mit ruhigem Maß betrachtet. Ich glaube, wahrscheinlicher wäre, dass ich im nächsten Leben als Regenwurm wiedergeboren wäre.


Vielleicht ist mir deshalb das Nähen auch so heilig, weil das ja am ehesten diesem ruhigen Leben entgegenkommt. Ich sage ja gern, dass das Nähen mein Yoga ist. Gib mir einen schönen Stoff, lasse mir ein bis zwei Stunden mit mir selbst und ich komme da sehr entspannt wieder heraus.
Praktischerweise gibt es dann als Nebeneffekt oft noch ein schönes Kleidungsstück.
(Wobei ich zugeben muss, dass schöne Stoffe bei mir oft das Pendant zu den Plastikspielzeugen der Kinder sind)


Wobei dieser wunderschöne Bordürensweat aus dem Glückpunkt.Shop durch die Wahl meines Schnittmusters eine kleine, aber feine Herausforderung darstellte. „Ciela“ von Needle Love, auch im Glückpunkt.Shop erhältlich, ist nämlich ein Oversize-Sweater mit nach vorn verlegten Nähten. Das finde ich total schön, es bedeutet aber auch, dass die Muster des Hoodies wirklich perfekt aufeinandertreffen müssen. Das bedeutet einfach Augen auf beim Zuschnitt.


Ich finde aber, es hat sich gelohnt, und ich bin froh, diesen neuen Hoodieschnitt ausprobiert zu haben. Gerade das verlängerte abgerundete Rückenteil gefällt mir sehr. Ein absoluter Wohlfühl-Hoodie.
Und am Mich-mit-mir-wohlfühlen arbeite ich ja gerade wieder.


Und jetzt ab damit zum Nähfrosch.



(M)ein Retrokleid


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Hallo ihr Lieben,
ganz zauberhafte Stoffe habe ich heute für euch. Als mir die liebe Monika von Traumbeere.de – einfach schöne Stoffe diese beiden Digitaljerseys mit den Blumenmotiven zeigte, war ich direkt verliebt. Ich mag diesen Retrolook ja total.
Genäht habe ich mir eine Sanette von Smalino, den Schnitt mag ich ja einfach sehr gern für den Sommer.



Dummerweise beging ich dann einen großen Fehler. Ich ließ das Kleid über dem Treppengeländer im Hausflur hängen. Meine Mami sah es dort hängen und fragte interessiert: „Was ist das denn da Schönes?“. Ihr könnt euch vielleicht denken, was daraufhin folgte...
Ich habe jetzt ein neues Kleid weniger.


Nun gut, ich muss gestehen, meiner brünetten Mami steht es noch deutlich besser an mir. Die Farben leuchten an ihr ganz wunderbar.
Nun überlege ich, welchen beiden Stoffe ich mir nachkaufe für eine neue Sanette dieses Mal aus nur einem der Stoffe. Ich tendiere zum dunklen.
Was meint ihr?


















Und jetzt ab damit zum Nähfrosch.

Mein erbeersorbetfarbenes Blümchenkleid


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Hallo Ihr Lieben,
so langsam kommt der Sommer und mit ihm die Sommerkleider.




Darüber hinaus kommt aber definitiv mit dem Sommer auch die Gartenarbeit und die elende Gießerei.
Man hört vielleicht direkt, dass ich zwar Gärten von der Optik her durchaus zu schätzen weiß, auch sehr gern in ihnen sitzen, mich aber die profanen Tätigkeiten des Gärtnerns doch eher nicht ganz so beglücken. Irgendwie setze ich Unkrautzupfen immer gleich mit Rückenschmerzen. Es gibt ja Leute, die finden das Gärtnern meditativ, aber dafür habe ich doch schon das Nähen.


Aber jetzt gibt es etwas in unserem Garten, was mich echt glücklich macht. Meinen Mann übrigens genauso. Er hat uns nämlich eine Akku-Heckenschere gekauft. Und mal ganz ehrlich: So ein Ding macht echt Spaß. Wo wir früher wirklich mühsam mit der Gartenschere jeden einzelnen kleinen Ast gekappt haben, gehen wir jetzt einmal elegant mit der Heckenschere entlang. Ich sage euch, die geht durch wie durch Butter.


Und anders als beim Rasenmäher besteht hier auch nicht die Gefahr, dass ich das Kabel kappe. Ist ja Akku.
An der Heckenschere kann man sich so ganz wunderbar abarbeiten. So kann man sich dabei zum Beispiel Gespräche mit renitenten Schülereltern ganz meditativ noch einmal durch den Kopf gehen lassen...


Ich muss sagen, dass Kappen machte mir so viel Spaß, dass ich gleich anschließend noch ganz freiwillig ein bisschen Unkraut gezupft habe.

Und ja, das Ergebnis überzeugt mich. An lauen Abenden in unserem Garten zu sitzen, der jetzt mit wirklich gepflegter Optik bestechen kann, ist schon etwas Feines.
Und da ich vor lauter Spaß etwas härter zur Sache gegangen bin, denke ich, kann ich auch noch ein bisschen länger genießen, bevor ich wieder ran muss.


Aber da dies hier kein Gartenblog ist, sondern immer noch ein Nähblog, komme ich doch noch mal zurück zu den Sommerkleidern...
Das hier hier hat passenderweise auch ein schönes florales Motiv mitgebracht: Kirschblütenzweige auf erdbeersorbetfarbenem Modaljersey. Also eigentlich auch schon wieder Garten...


Ich finde den Stoff wirklich süß. Wer aber nicht so auf Erdbeersorbet steht wie ich, findet ihn bei der Zuckermandelfee auch noch in anderen schönen Farben.


Genäht habe ich übrigens eine Frederike von Konfettipatterns, ein ganz entspanntes Sommerkleidchen zum mal eben Überstreifen am Strand oder im Garten. Durch den schönen Modaljersey trägt es sich auch wirklich wie ein Hauch.


Und jetzt ab damit zum Nähfrosch.










Donnerstag, 6. Juni 2019

Moin, moin


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Hallo ihr Lieben,
in den Sommerferien geht es für uns zum Zelten ans Meer. Zeit für eine passende maritime Urlaubsgarderobe zu sorgen, unkompliziert und locker.
Ihr seht, ich hoffe auf gutes Wetter.
Ich mag mir zwei Wochen Dauerregen im Zelt mit dem Pubertier und seinen Brüdern so gar nicht vorstellen. Zumal schon allein der Entzug der digitalen Medien sie unter Stress setzen dürfte.



In meiner Vorstellung steht unser Zelt zwischen den Dünen, der Göttergatte und ich sitzen entspannt in unseren Strandstühlen, das Gesicht in der Sonne, haben ein Buch in der Hand und werfen ab und zu einen Blick auf fröhlich spielende Kinder.


Leider weiß ich, dass das nur in meiner Phantasie wirklich funktioniert. Drei Jungs zwischen 8 und 14 bieten einfach jede Menge Explosionsstoff. Drei sind oft einfach einer zu viel. Da haben wir bei der Familienplanung nicht gut nachgedacht.


Wobei man dem Kleinen eigentlich nur ein paar Dünen und einen Stock in die Hand geben muss, dem Mittleren einen Ball und dem Großen sein Skateboard. Vielleicht sollte ich darauf achten, dass alle drei Gegenstände auf der Packliste stehen. Sonst wird es übel.


Auf jeden Fall starte ich schon mal mit der unkomplizierten Urlaubsgarderobe. Mein neues Röckchen passt da doch perfekt dazu. Da habe ich wieder einmal mein ostfriesisches Erbgut in Szene gesetzt. „Moin Hamburg“ heißt die neue Eigenproduktion auf Bio-Jersey von 3fachfrein nach einem Design von Mirella. Die schnuckelige Möwe macht sich doch echt gut auf dem Farbverlauf von rosa zu blau.


Genäht habe ich mir aus dem Panel einen leichten Sommerrock mit Passe, eingelegten Falten und natürlich mit Taschen. Hier bot sich einmal das Schnittmuster Oisto von Tragmal an, ich mag einfach die lockerem beschwingte Weite des Rocks. Wollt ihr auch so ein Röckchen nähen, reicht ein Panel übrigens ganz entspannt aus.


Das „Moin“ der Möwe heißt übrigens übersetzt „een moien Daag“, also einen schönen Tag und den wünsche ich euch von Herzen.


Und jetzt ab damit zum Nähfrosch.



















Regenbogenkleid




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Hallo Ihr Lieben,
wisst ihr, was heute schön war? (Ich erzähle euch ja lieber von den schönen Momenten als von den momentan irgendwie andauernd randvoll gepackten Tagen).
Ich saß heute im Unterricht mit unseren Schülern zusammen und wir suchten recht verzweifelt nach einer Alternative für unseren eigentlich geplanten Beitrag für die Abschlussfeier. Unser bereits geschnittenes Video fällt nämlich vielleicht den Lichtverhältnissen der Aula zum Opfer.
Also überlegten wir, was wir stattdessen denn nun könnten, und sammelten Stichpunkte zum Thema, was eigentlich eine gute Klasse ausmache.



Was mich dabei so sehr gefreut hat, war, dass die Schüler mir gespiegelt haben, dass in unserer Klasse eine wirklich Gemeinschaft herrscht und wirklich alle miteinander auskommen. Klar, gibt es auch bei uns die typischen Grüppchen, aber ausgeschlossen wird niemand.
Auch die Schüler, die neu in der Zehn dazu gekommen waren, erklärten übereinstimmend, dass ihnen das gute Miteinander aufgefallen sei und das das in ihren alten Klassen nicht so gewesen sei.



Dieses gute miteinander und füreinander da sein war nämlich immer das Kernanliegen der Arbeit meiner Kollegin und mir. Schön, dass man sechs Jahre später sieht, dass es gefruchtet hat. Wobei ich auch betonen möchte, dass wir ganz bestimmt nicht immer alles richtig gemacht haben. Ich bin keine pädagogische Heldin und mir fallen viele Situationen ein, in denen ich hätte besser agieren können. Wir hatten auch einfach das Glück, auf sehr sympathische Schüler zu treffen.


Trotzdem glaube ich fest daran, dass es beim Lehrersein nicht reicht, reine Facharbeit zu leisten. Denn wenn das Gerüst einer Klasse nicht stimmt, können die Kinder einfach nicht entspannt lernen. Ich wünschte, das System würde uns daher noch mehr Möglichkeiten lassen, Raum für Beziehungen zu geben. Wobei ich glaube, dass wir Gesamtschulen da schon deutlich besser aufgestellt sind als andere Schulsysteme.


Und wie finde ich jetzt den Bogen zu meinem neuen Kleid?
Ganz einfach, genau wie der Regenbogen die Vielfalt der Farben zu einem wunderbaren Zusammenspiel vereint, kann auch Schule von Vielfalt nur profitieren. Es ist schön, wenn jeder in Schule, sich als Teil dieser Vielfalt begreifen kann und auch für den „Farbton“, den er oder sie ins Schulleben bringt, gewertschätzt wird.


Insofern passt mein „Regenbogenkleid“ doch ganz perfekt zum Thema. Ich durfte nämlich die zauberhaften Dotties der Neuauflage der Dreamland Horses der Stoff & Liebe GmbH vernähen. Auf dem grauen Unterton des Jerseys leuchten die Regenbogentöne doch noch gleich umso schöner.
Genäht habe ich mir aus dem fröhlichen Stoff ein lockerleichtes Sommerkleid, das Retrokleid von Nähkind Genau richtig für entspannte Tage am Strand oder auch erst einmal im heimischen Garten. Dauert ja noch etwas bis zu den Ferien.



Neben den Dotties gibt es noch die Streifen und den eigentlichen Hauptstoff, die Pferde. Nur für den Fall, dass bei euch ein kleines Mädchen wohnen sollte..



Und jetzt ab damit zum Nähfrosch.