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Montag, 26. Februar 2018

Belle aus Jacquard

Hallo Ihr Lieben,
die Tage habe ich Euch ja schon einmal eine Belle von Evli´s Needle - Und welchen Stoff brauchst du? gezeigt. In Probenähen mag ich es sehr, einen Schnitt auch mit verschiedenen Stoffqualitäten auszutesten.




So war meine erste Belle aus einen sehr leichten Sommersweat und diese zweite hier ist eine  Jacquard. Aus einem besonderen Jacquard: Er ist nämlich das Giveaway des letzten Lillestoff-Festivals gewesen und lag mir so als Erinnerung an die Begegnung mit vielen sehr lieben Menschen besonders am Herzen.




Ich hatte immer im Kopf aus meinem Meter dieses schönen Stoffs etwas Besonderes zu nähen, nicht einfach nur ein schlichtes Langarmshirt. Allerdings limitiert der eine Meter ja durchaus in der Wahl der Schnitte, rauschende Ballkleider sind da nicht drin.




Also hat dieser Stoff nur auf die Belle gewartet. Der Lillestoff vom vorletzten Jahr wartet übrigens immer noch auf seine Bestimmung.




Das Schößchen macht Belle aus meiner Sicht zu etwas ganz Besonderem, gibt ihr einen sehr femininen Touch. Ich finde das ganz schön in meinem Alltag, der ja doch meist nach Jeans und Hoodie schreit. Wenn man mal wieder bis zur Halskrause zwischen Wäschekörben und Kinderterminen steckt, schadet es nicht, sich ab und zu mal wieder wie ein weibliches Wesen zu fühlen.




Um dem Ganzen noch etwas mehr Blingbling zu geben, habe ich sowohl den Halsausschnitt als auch den Saum mit einem elastischen silbernen Wäschegummi eingefasst.




Sieht man leider nur nicht so dramatisch auf meinen Bildern, aber man kann nicht alles haben.
Dafür könnt Ihr auf einigen Bildern einen Blick auf meine neuen roten Stiefel erhaschen. Ich bin verliebt, muss ich Euch gestehen.




Aber hier geht es ja um meine Belle, die übrigens sehr variantenreich genäht werden kann: drei Ärmellängen, mit oder ohne Schößchen, mit einfachen oder doppelten Trompetenärmeln, was insgesamt zehn Shirtvarianten machen dürfte. Ich würde sagen, da bekommt man einiges für sein Geld geboten.




Ich fühle mich auf jeden Fall wohl in meiner Lille-Belle, die übrigens wirklich rasend schnell genäht ist - So bleibt mehr Zeit für  Wäsche und Kindertermine...




Und jetzt ab damit zu RUMS.

Sonntag, 25. Februar 2018

Superherooo

Hallo Ihr Lieben,
Superhelden gibt es in meinem Alltag viele. Sei es die Kollegin in der Schule, die sich über die Maßen hinaus für eine Schülerin einsetzt, eine liebe ältere Freundin, die über zehn Jahre lang aufopferungsvoll ihren Mann gepflegt hat oder den Bekannten, der immer wieder seine Stimme erhebt für die, die sich selber kein Gehör verschaffen können.




Wenn ich darüber nachdenke, habe ich eine Menge Superhelden im Bekanntenkreis. Mein kleiner Sohn gehört auch dazu. Aber die meisten dieser Superhelden tragen kein dramatisches Superheldenkostüm, sie bekommen keine besondere Aufmerksamkeit, sie machen einfach ihr Ding.




Diese stillen Superhelden sind es nicht, die unsere Kinder so faszinieren. Schade eigentlich, denn sie hätten in ihrem oft so harten Alltag oft ein mehr an Anerkennung verdient. Die Bewunderung bekommen dagegen die Jungs in ihren Latexstrumpfhosen und ihren Superheldenumhängen.




Aber nun gut, sei es ihnen gegönnt. Kleine Jungs brauchen eben ihre Projektionsflächen. Wer erst einmal herausfinden muss, was echte Männer so ausmacht, probiert sich erst einmal an plakativen Stereotypen aus.




Wenn sie aber so schnuckelig daherkommen wie die leuchtenden Stoffe in Jersey und Sweat von Mamasliebchen, dann bin sogar ich dabei.  "Superherooo" kommt zusammen mit der passenden Kombi "Batkick" in knalligen Farben.




Ich hatte auf jeden Fall sehr viel Spaß dabei, mir zu überlegen, wie ich dieses Panel umsetze. Bei Panelen ist das ja immer so eine Sache. Am Ende ist es mal wieder ein Nanuk von Meine Herzenswelt geworden. Kombiniert mit schlichten grauem Sommersweat.




Für den Ärmel habe ich mich allerdings so ein bisschen von Allerleikinds Geheimling inspireren lassen. So hatte ich noch Platz, den Kombistoff wirken zu lassen.




Eines konnte ich mir allerdings nicht verkneifen. Ich musste einfach den Mamasliebchen-Schriftzug direkt unter den Superhelden applizieren, ironische Brechung sozusagen. Der Kleine kam dann allerdings mittags etwas empört aus der Schule.  Schreibschrift können sie ja noch nicht im ersten Schuljahr.




Dazu gab es dann noch anthrazitfarbenen Bündchen und Fakepaspeln. Das schöne Hoodieband habe ich übrigens bei Alfatex in Bochum gekauft.




Dazu gab es dann noch eine Chris-Beanie von den Rockerbuben und so gewandet gefällt mir mein kleiner Superheld wirklich sehr gut.




Und ich glaube, auch der kleine Superheld gefällt sich so.




Dieser Beitrag enthält liebevolle Werbung.












































Samstag, 24. Februar 2018

Mein Ferdinand over the rainbow

Hallo Ihr Lieben,
eigentlich sollte hier ein ganz anderer Text stehen, aber heute Nachmittag hatte ich eine Begegnung, die mich hat umdenken lassen und ich möchte den Post über diesen wunderbaren Stoff "Rainbow" von der lieben Areane von Nahtliebe nutzen, um eventuell ein kleines Wunder zu erreichen. Steht doch der Regenbogen für die Hoffnung.




Mein Mann und ich arbeiten seit einigen Jahren ehrenamtlich im Essener Ronald McDonald-Haus in Essen. Dort haben die Familien schwerkranker Kinder die Chance, ein Zuhause auf Zeit zu finden, während ihre Kinder nebenan im Uniklinikum behandelt werden. Eine extrem wichtige Sache, gerade wenn noch Geschwisterkinder im Spiel sind. Wir selber haben ja leider auch erfahren müssen, was es für Probleme macht, wenn ein Kind schwerkrank weit entfernt im Krankenhaus liegt, zuhause aber noch die Geschwisterkinder betreut werden müssen.




Viele Eltern kommen voller Hoffnung auf Heilung für ihr Kind ins Essener Ronald McDonald-Haus, so auch die Familie Gjorgjievski aus Mazedonien. Ihre Tochter Sara ist an einem bösartigen Gehirntumor erkrankt und die Familie hoffte auf die Strahlenbehandlung im Essener Protonenzentrum.




Leider geriet die Familie in die Mühlen der Krankenhausbürokratie. Da vor der eigentlichen Strahlentherapie noch eine Chemotherapie stattfinden sollte, war auf einmal nicht mehr klar, wer die Kosten übernimmt. Eine schreckliche Situation für die sympathische Familie, die in Mazedonien ein glückliches Leben mit guten Arbeitsstellen und schönem Haus zurückließ, weil es nur hier in Deutschland Hoffnung für die mittlerweile fast vollständig erblindete Sara gab.




Mittlerweile ist die Familie an ihre Grenzen gekommen, weil das Kind nicht in Deutschland krankenversichert ist. Notwendige Untersuchungen und Behandlungen werden vom Krankenhaus abgelehnt.




Was die Familie, die im Übrigen alles tut, um sich bei uns zu integrieren, daher dringend braucht, ist eine bescheidene Arbeitsstelle für Vater Sashko (44). Er sucht jetzt dringend eine feste Arbeitsstelle in Essen oder in der näheren Umgebung. Zuletzt war er im Management als Teamleiter eines Getränkevertriebs in Skopje tätig. Er hat eine abgeschlossene Schulbildung, spricht sehr gut englisch, lernt fleißig die deutsche Sprache und hat hervorragende Umgangsformen. In jüngeren Jahren hat er sechs Jahre auf einem Kreuzfahrtschiff als Kellner gearbeitet. „Ich würde für Sara und meine Familie fast jede feste Arbeit annehmen“, sagt er.





Es geht dabei wirklich nicht um ein hohes Einkommen, sondern einfach um die Chance auf eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, die ihnen die Chance auf eine Krankenversicherung gibt. Hier geht es um Eltern, die jede Chance für ihr todkrankes Kind ergreifen wollen. Wichtig noch, da Sashkos mazedonischer Führerschein hier in Deutschland nicht gilt, braucht er eine Arbeitstelle in Essen und Umgebung.




Falls Ihr also jemanden kennt, der Sashko weiterhelfen kann, könntet Ihr der Schatz am Ende des Regenbogens sein und diesem Mädchen eine echte Chance auf ein Überleben sichern.




Eine Chance, die unser kleiner Sohn ganz selbstverständlich bekommen hat, weil er von den Vorzügen einer deutschen Krankenversicherung profitieren konnte. Hätte er diese nicht gehabt, könnte ich Euch heute nicht diese fröhlichen Bilder meines Strahlemanns zeigen. Es gäbe ihn nicht mehr.




Aber jetzt zurück zu diesem wunderbaren Biosweat "Rainbow", den ich für mein Anliegen so missbraucht habe, aber das Thema des Regenbogens hat einfach etwas in mir bewegt. Das Design des wie in großen Pinselstrichen gemalten Regenbogens ist übrigens von Tintenrebell und Ihr könnt ihn jetzt vorbestellen.
Auf dem schwarzen Untergrund kommen die leuchtenden Farben so richtig schön zu Geltung.

Beim Zuschnitt wurde mir zudem klar, dass man den Stoff wieder und wieder verarbeiten könnte und doch immer ganz unterschiedlich wirkende Ergebnisse erhalten würde. Je nachdem, wie man den Sweat zuschneidet. So etwas mag ich ja sehr. 

Zumal auch mein Midi schon sehr entschieden einen Hoodie aus dem coolen Stoff eingefordert hat. Die Kombi aus Schwarz mit den leuchtenden Farben gefällt eben auch großen Kinder.




Vorbestellen könnt Ihr den wunderbaren Stoff hier.


Und wenn Ihr mehr über das Schicksal der Familie nachlesen wollt, könnt Ihr das im wunderbaren Blog "Außer Dienst" von Uwe Klein.

Dieser Beitrag enthält liebevolle Werbung.

PS:  Der Schnitt ist übrigens der wunderbare Ferdinand von Rosarosa.

Freitag, 23. Februar 2018

Die Adler fliegen hoch: Nanuk und Vanja

Hallo Ihr Lieben,
da sind meine zwei Super-Rabauken wieder im Einsatz. Da Brüder-Partnerlook hier gerade sehr groß im Kurs steht, habe ich meine zwei Kleinen mal wieder benäht.




Etwas Panik habe ich ja immer vor dem Moment der Stoffverteilung: Wer möchte welche Farbe? Aber hier war beiden sofort klar, für welchen Farbton ihr Herz schlägt. Der Kleine wollte unbedingt das tolle Petrolblau, der Midi stand dagegen auf den Grauton. Uff, erste Klippe umschifft.




Auch beim Rest waren sie sich schnell einig. Möglichst schlicht sollten die Hoodies sein, sollten doch die schönen "Seahawks" des Mies&Moos-Jerseys  aus dem Glückpunkt-Shop wirken.




Der Kleine orderte eine Kapuze, der Midi einen möglichst kuscheligen Kragen. Auch wenn ich gestehe, dass ich es hier mit meinem Wunsch nach etwas mehr Stand für den Jersey wohl doch zu gut gemeint habe. Eine Lage H630 hätte es wohl auch getan. Aber dem Midi gefällt es.




Genäht habe ich also einen Nanuk und eine Vanja von Meine Herzenswelt. Ich bin ja bekennender Meine Herzenswelt-Junkie. Auch wenn ich in den letzten Wochen mein Hoodie-Repertoire mal wieder um einige Modelle erweitert habe.




Aber meine Jungs gefallen mir halt einfach sehr in den Schnitten der lieben Ilona. Lässig, sportlich und doch immer irgendwie besonders.




Aktuell verabreden sich die beiden übrigens fast jeden Nachmittag zum Spielen. Dass sie dafür mittlerweile fast unser gesamtes Wohnzimmer mit ihren kleinen Lego-Männchen in Beschlag nehmen, ich kann es verschmerzen.




Zu niedlich ist es ihren Absprachen beim Spielen zuzuhören: "Könntest du mir diesen Klon geben? Ja, das ist aber wirklich sehr großzügig von dir. Dafür gebe ich dir dann ....".




Und hat der Kleine dann doch mal eine Verabredung mit ein paar Mädchen (Ihr wisst ja, der Womanizer der Familie), bringt ihn der Bruder zum vereinbarten Treffpunkt und passt dort auch gut auf ihn auf. Wollten die Viertklässlerinnen den Kleinen doch animieren, mit ihnen auf ein Hüttendach zu klettern. Da hat der Midi dann sofort interveniert.




Wie gesagt, im Moment ist es megarelaxed bei uns, wenn die beiden Kleinen zusammen aktiv sind. Man könnte tatsächlich ganz entspannt dabei nähen, während sie spielen. Habe ich heute auch tatsächlich mal wieder gemacht. Zum ersten Mal in dieser Woche übrigens. Auch wenn mir das mal wieder niemand glaubt.




Und ich weise darauf hin, dass wir schon Wochenende haben...




Richtig weit bin ich mit meiner Näherei allerdings nicht gekommen. Es war einfach zu lustig, die Beiden beim Spielen zu beobachten. Einer der seltenen Momente im Mutterleben, an denen man denkt, dass man alles richtig gemacht hat.




Ich neige ja ansonsten zum Dauerzweifel an meinen pädagogischen Fähigkeiten. Aber wie gesagt, im Augenblick genieße ich die Entspannung.




Und Euch wünsche ich ein wunderschönes Wochenende... Macht es euch fein.





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