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Sonntag, 30. Dezember 2018

Wunschzettelerfüllung: ein "selpstgenetes Kuscheltier"


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Hallo Ihr Lieben,
auf dem Wunschzettel unseres Jüngsten stand ein Wunsch, der mich wirklich gerührt hat, nämlich ein „selpst genetes“ Kuscheltier.


Selbstverständlich musste dieser Wunsch erfüllt werden.
Ein „selpst gehäkeltes“ hätte ihn auch erfreut, aber so etwas bedarf wohl etwas längerer Planung. Das ist ja das Schöne am Nähen, dass man zumeist innerhalb von zwei Stunden Wünsche wahr werden lassen kann.


Okay, ein „selpst genetes“ Kuscheltier also. Nun muss man allerdings wissen, dass meine Talente beim Erschaffen künstlicher Lebensformen deutlich begrenzt sind. So verfüge ich zum Beispiel nicht über eine Stickmaschine und die hilft da ja doch zumeist weiter. Freihandsticken und ich passen zum Beispiel nicht so gut zusammen.


Aber nun gut, es sollte eine Katze werden.
Ich hatte da netterweise ein relativ simples Freebook von Westfalenstoffe entdeckt.
Falls Ihr das allerdings googeln solltet, werdet Ihr feststellen, dass da nur rudimentäre Ähnlichkeiten zwischen dem Original und meiner Version bestehen. Nennen wir es künstlerische Freiheit und nicht handwerkliche Unzulänglichkeit.


Kombiniert habe ich flauschiges Fleece und ein paar schöne Jerseystoffe. Und siehe da: Der Kleine hat eine neue beste Freundin: Katzi....


Falls Ihr also die Ferien nutzen wollt, um Euch in das Metier Kuscheltiernähen einzuarbeiten, kann ich Euch das Schnittmuster sehr ans Herz legen. Für Tipps fürs Besticken des Gesichts bin ich allerdings noch dankbar. Mein nächster Versuch wird nämlich ein kleiner Bär...


Sonntag, 23. Dezember 2018

Die Liebe zum Dackel

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Hallo Ihr Lieben,
mit diesen Bildern meines Kleinen möchte ich Euch und Euren Familien ganz wunderbare Weihnachten wünschen. Habt eine genussvolle, entspannte Zeit mit vielen kleinen Glücksmomenten und dem Blick auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens.
Mal so ganz abseits dieses turbulenten Nähzirkus.



Denn so wirklich wichtig sind Stoffe, auch wenn sie schön sind, nun dann doch nicht. Hier habe ich einen Stoff aus meinem Fundus vernäht, einen alten Jacquard von Albstoffe mit dem bezeichnenden Namen „Wiener Dog“, einfach weil ich den Stoff so liebevoll fand.
Und darum geht es doch eigentlich. Stoffe zu vernähen, die einen glücklich machen. Nicht darum, möglichst viele Stoffe zu vernähen.


Ihr merkt, ich bin schon dabei, mir gute Vorsätze fürs neue Jahr zu überlegen. Und wie schon im letzten Jahr denke ich wieder darüber nach, dass weniger mehr ist und dass es eigentlich um echte Liebhaberprojekte geht.



Wir leben in solchen Zeiten des Überflusses, dass es mir manchmal weh tut. Die Tage war ich mit dem werten Gatten in der Stadt, um ein Weihnachtsgeschenk für meine liebe Schwiegermutter zu kaufen. Ich muss sagen, dass mich all die Geschäfte mit all ihren hundertausend Möglichkeiten förmlich erschlagen haben. Kein Mensch braucht das alles. Irgendwann wollte ich einfach nur noch nach Hause, es war einfach zu viel an Reizen.



Den Dackelstoff hier mag ich aber trotzdem total gern. Eines meiner schönsten Geschenke im Leben war nämlich genau so ein Dackel. Meiner hieß Derrick, war dunkelbraun und ich bekam ihn als Geschenk von meinen Eltern nach einem monatelangen Krankenhausaufenthalt.


Euch verrate ich hier jetzt, wir sind ja quasi unter uns, dass, auch wenn das nicht vernünftig ist, mein Lieblingswunsch zu Weihnachten in diesem Jahr ebenfalls ein Hund gewesen wäre. Und so ein ganz kleines Pflänzchen Hoffnung ist da noch. Ich weiß, dass ich Weihnachten wohl genau hinter alle Ecken schauen werde, ob da nicht doch irgendwo ein Hund für mich versteckt ist...



Insofern ist der Hoodie, übrigens mal wieder ein Nanuk von „Meine Herzenswelt“, so ein bisschen mit Emotionen verbunden. Und das ist es wohl, was Dinge für uns aus der Masse hervorstechen lässt.



Mein Kleiner schrieb übrigens auf seinen Wunschzettel, dass er sich ein selbstgenähtes Kuscheltier wünscht. Ich kann Euch versprechen, dass dieser Wunsch auf jeden Fall wahr werden wird...

Bei meinen genähten Dingen habe ich ja zumindest das Gefühl, dass mir beim Tragen die Zeit und Energie, die ich investiert habe, sehr bewusst ist. Und ich weiß, dass unsere Kleidung immer noch an liebevolle Hände weitergegeben werden kann. Trotzdem ist auch da ein Gefühl des „Zuviels“.



Habt wunderschöne Weihnachten...














Mittwoch, 19. Dezember 2018

Die Liebe zur Schreibschrift

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Hallo Ihr Lieben,
Unser kleiner Sohn liebt es gerade zu schreiben. Wie ein Wilder bannt er Wort um Wort auf Papier. Warum das so ist? Er lernt in der Schule gerade Schreibschrift und die gefällt ihm anscheinend total. Er liebt es, dass alle Buchstaben so schwungvoll miteinander verbunden sind und ist ganz verliebt in die Optik.


Umso begeisterter war er von meinem Vorschlag, mal etwas Schreibschrift auf seinen neuen Hoodie  zu packen. Übrigens ein Ferdinand von Rosarosa.




Als ich das einem Nähfreund zeigte, meinte der, dass ich da ja wohl „Makranäh“ ausprobiert habe. Mir war bis zu diesem Moment gar nicht bewusst, dass das Nähschreiben mit Kordel schon einen Namen hatte. Ich habe es einfach mal gemacht, aber Cherry Picking hat das Ganze wohl deutlich intensiver durchdacht und nicht mal eben in fünf Minuten eine Idee umgesetzt.




Das „Blub“ fand seine Wurzeln übrigens nicht in einer Vorliebe meines Sohnes für Spinat, sondern in dem wunderschönen neuen Jersey namens "Boys" vom Stoffduo. Dessen Kleckse auf Blau erinnerten mich einfach an Blubberblasen im Wasser.




Und „Blub“ ist zudem deutlich einfacher zu Nähschreiben als Wörter wie „Solvabilitätskoeffizient“. So breit ist die Brust meines Kleinen nun auch nicht.



Außerdem bin ich etwas vorsichtiger geworden, mit dem, was ich auf seine Pullover schreibe. Einen tollen Hoodie musste ich schon mal weitergeben, weil ich das Wort „Mamasliebchen“ vom Stoffrand mit auf den Pullover appliziert hatte. Ein ganz böser Fehler. So wollte er den Pullover auf keinen Fall anziehen. Denn kaum konnte er Schreibschrift, konnte der diesen Schriftzug auch entziffern und hatte Angst, so zur Lachnummer in der Klasse zu werden.
Insofern appliziere ich jetzt nur noch auf Absprache.



Der Midi steht schon gar nicht mehr auf Applikationen. Also gab es für ihn aus dem tollen Stoff einen schlichten „Theo“ von Meine Herzenswelt.

Mit solchen Shirts kann ich ihn noch immer begeistern und ich selbst finde ihn auch sehr lässig in diesem Langarmshirt.




Ich kann es ja nur immer wieder betonen, dass ich mich sehr freue, wenn Stoffe auch für große Jungs funktionieren. Der Markt für coole Jungsstoffe, die nicht Monstertrucks usw., sondern eher reduziert und einfach lässig sind, ist leider viel zu klein.




Insofern liebe Stoffhersteller: Ich würde extrem gern auch mehr für meine Teenager nähen, ihr müsstet mich nur lassen. Außer Unistoffen bleibt da nicht viel, was sie gnädig abnicken. Nehmt es also als Appell. Insofern habe ich mich sehr gefreut, dass ich "Boys" auch für den Midi vernähen durfte, weil er den Stoff richtig cool fand.














Mein kunterbunter Regenponcho

Hallo Ihr Lieben,

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Hallo Ihr Lieben,
als Ostfriesin tut man ja vor allem eines auf dem platten Land: Man fährt Rad - immer. Meine gesamte Kinder- und Jungendzeit habe ich mich also natürlicherweise immer radelnd fortbewegt. Ob nun zum Freibad, Tennisplatz, zur Stadtbibliothek oder auf dem Weg in die Innenstadt, immer ging es auf zwei Rädern.


Ganz optimistisch hatte ich mein Fahrrad auf dem Weg in die große weite Welt zum Studium nach Essen mitgenommen, wurde aber schnell durch Horrorgeschichten meiner Kommilitoninnen eines Besseren belehrt. Eine Freundin war mit dem Reifen in die Straßenbahnschienen geraten und hatte dabei alle Frontzähne eingebüßt, eine andere geriet beinahe in einen Clinch mit zwei LKW.
Mir setzten aber vor allem die Anstiege zu, die sich im Essener Süden quasi hinter jeder Ecke präsentierten.


Gerade in den folgenden Jahren mit kleinen Kindern eigentlich nicht zu bewältigen.
So geriet das Fahrradfahren so langsam in Vergessenheit. Sehr zum Unbill des werten Gatten, der schon lange glaubte, dass das Durchtreten des Nähpedals nicht als alleinige sportliche Betätigung ausreiche.



Vor gut zwei Jahren entdeckte ich dann dank meiner liebenswürdigen Schwiegermutter im Ostseeurlaub das Radfahren völlig neu: einem E-Bike sei Dank.
Im Urlaub getestet, habe ich dann direkt zugeschlagen und mir ein schlichtes Model zugelegt.
Und ganz ehrlich: Seitdem liebe ich mein Radfahrerleben wieder von Herzen.
Morgens radele ich zur Arbeit, mittags zur Physiotherapie und am liebsten sowieso mit den Jungs. Die Hügel haben ganz einfach ihren Schrecken verloren.
Und ich genieße es, morgens im Grünen Richtung Schule zu radeln. Was könnte schöner sein?




Allerdings kommt jetzt ja wieder der dunkle Herbst und auch wenn uns gerade die Sonne noch küsst, kommt bald wieder der graue November mit regenverhangenen Tagen. Dann ist das Radeln nicht mehr ganz so lustig.



Aus diesem Grund habe ich mich sehr gefreut, als Online Stoffe Werning mir diesen wunderbaren Regenstoff gezeigt hat. Genäht habe ich dann, und das geht ganz fix, ein schlichtes Regencape mit zwei Eingrifftaschen.



Okay, so ein Cape (hier übrigens recht frei nach dem Schnittmuster „Kiel“ von Pech & Schwefel → Regnet es dort eigentlich andauernd oder wie erklärt sich die Namensgebung?) frisst schon ein wenig Stoff, aber dafür kann ich mir jetzt auch ziemlich sicher sein, dass mich die Autofahrer nicht mehr so leicht übersehen.




Und ich werde auch trotz miesen Wetters mit Sicherheit gute Laune haben...









Cooles Set für cooles Pubertier


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Hallo Ihr Lieben,
ganz lieben Dank für Eure so liebevollen Reaktionen auf mein neues Kleid. Das hat wirklich gut getan!




Heute habe ich dann etwas viel Jüngeres und Frischeres für Euch, mein cooles Pubertier.




Ich habe einfach mal versucht, ihn winterfest zu machen. Das ist bei männlichen Pubertieren ja nicht so einfach. Statt des warmen Winterparkas geht er morgens mit Langarmshirt und offener Softshelljacke zur Schule. Cool sein nimmt er sozusagen wörtlich.


Immerhin hat er jetzt eingesehen, dass warmes Schuhwerk, kein lästiger Versuch der Eltern ist, ihn zu ärgern. Am Wochenende war er in seinen dünnen Turnschuhen mit uns auf dem Weihnachtsmarkt und am Ende des Weihnachtsmarktsbesuchs war er komischerweise bereit, mir in ein Schuhgeschäft zu folgen. Jetzt trägt er mit Kuschelfell gefüllte feste Lederstiefel.



Aber einer hingebungsvollen Mutter reicht nicht allein ein Etappensieg, ich habe nachgelegt. Und zwar mit Mütze und Loop.
Die liebe Caroline Hofmann von Schnittartig hat mir dabei grandios geholfen. Schickte sie mir doch einen wirklich großartigen Strick in Schwarz und dazu noch einen passenden Kombijersey.



Damit kann man selbst bei einem Pubertier einfach nichts falsch machen.
Doch einer kann das... mein werter Gatte. Sagte der doch die verhängnisvollen Worte: „ Wow, das ist cool, nähst du mir auch so ein Set?“






Und das wussten ja schon wir: Was die Eltern cool finden, kann eigentlich nicht cool sein. Oder doch?