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Dienstag, 5. Dezember 2017

Stricken und Nähen passen perfekt zusammen: Neues Pompomtuch

Hallo Ihr Lieben,
als ich neun Jahre alt war, wollte ich mir unbedingt einen Pullover stricken. Meine Mami sah meinen Wunsch damals eher kritisch. Ob eine Neunjährige genügend Ausdauer haben würde für ein solches Projekt. Fairerweise muss man sagen, dass ich auch damals schon winzig war, ich musste also keine Riesengröße stricken. Ich vermute, dass ich damals nicht über eine 128 hinausgekommen sein dürfte.




Aber so winzig ich war, ich hatte schon damals einen relativ ausgeprägten Willen. Ich wollte auch endlich einen Pullover stricken und zwar einen Ringelpullover in Regenbogenfarben.
Netterweise ging meine Mutter also mit mir in das örtliche Handarbeitsgeschäft und kaufte mit mir ein. Ich weiß noch, wie die Verkäuferin dort damals den Kopf darüber schüttelte, dass meine Mutter so viel Geld für meinen Wunsch ausgab, wo doch eigentlich klar war, dass das kein gutes Ende nehmen konnte.




Aber nix da. Ab sofort strickte ich quasi durchgehend. Knapp zwei Wochen später war es dann fertig, das gute Stück. Nur bei den Halsbündchen musste mir meine Mami helfen. Ich weiß noch, wie ich den Pullover geliebt habe. Flugs saß ich am zweiten Pulli: Blockstreifen in blau-schwarz mit Farbwechsel. Colourblocking würde man das heute wohl nennen.




Damals in den Achtzigern strickte wohl gefühlt jeder. Selbst mein Klassenlehrer nervte mich während Mathe-Klassenarbeiten mit seinen Holzstricknadeln. Faiererweise muss ich sagen, der Gute war echt ein Strick-Gott. Ich erinnere mich an einen Pullover mit eingestrickter Landkarte. Und an den Ärger, den ich bekam, als ich ihn bat, während der Klassenarbeiten das Stricken sein zu lassen.

Irgendwann starb dann der Trend zum Stricken. Damit leider auch viele Handarbeitsgeschäfte. Manchmal habe ich ja ein klein wenig Angst, dass es  mit dem Nähen einmal genauso sein wird.




Damals schliefen dann irgendwie auch meine Strickkünste ein: keine gestrickten Socken und Pullover mehr. Lange Zeit lagen meine handarbeitlichen Fähigkeiten brach. Dabei hatte ich seit frühester Kindheit nicht nur gestrickt, sondern auch gehäkelt (ganze Puppengarderoben) und gestickt.




Mit dem Nähen kam die Handarbeit Gott sei Dank wieder zurück in mein Leben und da man ja Nähmaschinen so schlecht für unterwegs mitnehmen kann, habe ich auch wieder angefangen zu stricken. Auch wenn mich die gefühlte Langsamkeit manchmal ein wenig nervt. Ganz einfache Projekte für zwischendurch auf dem Sofa oder in der Konferenz sind gerade meins. Mein Lieblingsprojekt: Schlichte Dreieckstücher allein aus rechten Maschen. Dieses hier habe ich aber noch aufgepeppt: So hat es eine Bommelborte bekommen, die ich im Glückpunkt-Shop gekauft habe.




Derart aufgehübscht gefällt mir das Tuch besonders gut. Die Wolle ist übrigens eine Baumwolle aus organischem Anbau mit Farbverlauf. Fasst sich total schön an. Geht übrigens auch für Männer, aber das zeige ich Euch ein anderes Mal.
Jetzt muss ich stricken gehen. Meine Mami hat sich nämlich auch ein Strickprojekt zum Geburtstag gewünscht... Gut, dass sie damals in mich investiert hat.


Kommentare:

  1. Kannst du mir bitte bzw uns bitte vielleicht noch verraten was das für ein Garn ist? Das Tuch ist echt toll geworden. Liebe Grüße Katrin

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    1. Ich meine, es war eines von Lana Grossa?

      LG
      Anik

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