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Donnerstag, 17. Oktober 2019

Gerda, Nr. 1


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Hallo Ihr Lieben,
hier kommt „Gerda“. Ich muss gestehen, ich finde ja schon den Namen wirklich genial. Ich finde, er passt perfekt zu diesem luftigen Blusenkleid, in dem ich mich fühle, als sei ich gerade den veierziger Jahren entsprungen. Ich mag den femininen Look des Kleides wirklich sehr.



Vernäht habe ich für meine erste Gerda ein flutschiges kleines „Miststück“, einen locker fallenden Viskosetwill, gekauft im Glückpunkt.Shop.
Ich finde ihn so schön, dass ich ihm auch kleinere Hinterhältigkeiten beim Vernähen verziehen habe. Mit anderen Worten: Ich würde es jederzeit wieder tun. Der Stoff, die Farbe, das Muster.


Gerda lässt sich aus jeder weich fallenden Webware nähen und ist tatsächlich definitiv kein Angstgegner. Denn eigentlich ist Gerda ein total unkompliziertes Nähstück.


Das Einzige, das dem gewogenen Jerseynäher spanisch vorkommen dürfte, ist, dass man beim Verarbeiten von Webware, die einzelnen Schnitteile im Vorhinein versäubert. Danach näht man wie gehabt. Ich habe die einzelnen Schnittteile also zunächst mit der Overlock versäubert und sie dann mit der Nähmaschine zusammengenäht.


Gerda benötigt aber ansonsten weder Reißverschlüsse, Knopflöcher oder ähnliche Fisimatenten. Sie wird einfach entspannt über den Kopf gestülpt und sitzt ja auch locker leicht. Ein Gürtel hält sie in Form und falls man verhindern möchte, dass einem der Ausschnitt entgleist, kann man ihn mit zwei, drei Handstichen sehr gern fixieren.


Mit anderen Worten: Ich kann euch Gerda nur ans Herz legen. Ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass ich mir trotz der Schuljahresend-Hektik das Probenähen „zugemutet“ habe. Ich erinnere ich auch an kein Probenähen, in dem ich so viele ausschließlich gelungene Probenähstücke gesehen hätte. Gerda steht irgendwie jeder Frau.


Und wenn euch das hier wie eine wilde Lobhudelei vorkommen sollte, dann habt ihr definitiv recht. Ich bin einfach verliebt in Gerda.


Und wenn euch das hier wie eine wilde Lobhudelei vorkommen sollte, dann habt ihr definitiv recht. Ich bin einfach verliebt in Gerda.



Und jetzt ab damit zum Nähfrosch.


















Ein grünes Schlawittchen


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Hallo Ihr Lieben,
heute gibt es einen Pullover, der ein wenig auf Zuwachs gearbeitet ist. Ganz optimistisch habe ich den neuen Schnitt von Rabaukowitsch, das grandiose Schlawittchen, doch gleich in Größe 128 zugeschnitten. Ich gebe zu, das war wohl ein wenig zukunftsorientiert. Das Kind ist genua 125 cm, das allerdings schon wieder ein paar Monate....


Ich lese hier immer von anderen Müttern, die schreiben, dass sie mit dem Nähen gar nicht hinterherkommen, da ihre Kinder wie Unkraut wachsen. Hier wächst definitiv nur das Unkraut. Mein Sohn nicht.
Tasächlich nähe ich bereits seit einem Jahr die Größe 122. Und dass die 128 da noch ein wenig ambitionierte Zukunftsmusik ist, seht ihr ja an den Bilder oben.
Eigentlich ist das ja durchaus ganz praktisch. Ich muss nicht andauernd neue Schnittmuster kleben, muss maximal mal einen Zentimeter mehr an Länge der Ärmel und des Saums zugeben.
Trotzdem fürchte ich, dass ich mein Zwergengen auch an dieses Kind weitergeben haben dürfte.


Obwohl der Große wächst gerade wie verrückt, aktuell wächst er mir gerade sprichwörtlich über den Kopf und genießt dieses Gefühl sehr. Und der Midi ist ja ohnehin der Familienriese.


Auch wenn ich gestern wieder eines Besseren belehrt wurde, denn nur wenn einer bei uns in der Familie der Große ist, ist er das noch lange nicht nicht für die Allgemeinheit. Gestern beim Fußballspiel (Anmerkung der Verfasserin: D-Jugend, Jahrgang 2007) war sein Gegenspieler locker fast zwei Köpfe größer als er. Wobei ich sagen muss, dass ich leichte Bartstoppel und ausgeprägte Pubertätsakne für einen Elf- bis Zwölfjährigen auch recht fraglich finde. Mit anderen Worten: Die Gegner haben sich wohl etwas ältere Unterstützung für dieses Spiel gesucht. Naja, spricht ja für die Angst vor unserem Team.


Aber zurück zum Schlawittchen, bevor ich hier als Fußballmutter eskaliere.
Das Schlawittchen ist ein wirklich genialer Alltagsschnitt mit unendlichen Möglichkeiten. Man kann ihn ja nicht nur als simplen Basicpullover nähen, sondern auch als Cardigan geknöpft oder mir Reißverschluss. Auch für diese Variante liegen hier Stoffe bereit.


Besonders gefällt mir allerdings, dass man durch die Teilungen des Pullover hier besonders gut Reste verwursten kann. So ist dieser grüne Jacquardpulli quasi eine Punktlandung aus Reststoffen, die ich noch brav aufbewahrt hatte, weil sie mir so gut gefielen. Der grüne Fischgrätjacquard und sein unifarbener Partner sind übrigens von Traumbeere. Aus den Stoffen hatte ich dem Kleinen schon mal einen Hoodie genäht und die beiden Teile sind auf seiner persönlichen Pullover-Rangliste uneinholbar auf Platz 1 und 2. Der Zwerg liebt nämlich Grün.

Die Zwergenmama übrigens auch, deswegen seht ihr mich morgen dann auch in Grün....











Meine Streifen-Amelie


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Hallo Ihr Lieben,
eigentlich hatte ich mich bei der lieben Steffi von Blaubeerstern ja für einen ihrer schönen floralen Stoffe beworben, sie zeigte mir dann allerdings diesen genialen Stoff hier: Squares ´n stripes, einen Ökotex-Jersey in so ausdrucksvollen Farben.



Ich glaube, eigentlich hatte Steffi dabei eher die männliche Kundschaft im Blick, aber für mich passte der Stoff auch direkt zu uns Frauen.
Ich mag es ja ohnehin nicht, einen so eingeschränkten Blick auf Stoffe zu haben.
Und als ich diesen Stoff sah, sah ich halt direkt ein Kleid. Sorry Jungs, ich gebe zu, dass der Stoff auch tolle Hoodies für euch abgegeben hätte, aber dieses Mal war ich dran.


Die tolle Streifenoptik war nämlich aus meiner Sicht perfekt für das Kleid Amelie von Pattydoo. Das hat einen so raffinierten Knoten, der durch das Muster gut in Szene gesetzt werden würde. So war zumindest meine Überlegung. Da der Stoff schön locker fiel, musste es eigentlich klappen.
Manchmal habe ich das ja, dass ich einen Stoff sehe und mir direkt klar ist, was dieser Stoff werden will. Und hier passte mein Bild im Kopf perfekt zum Bild im Spiegel.


Der nächste Plan war, diesen Stoff bei meinem Fotoseminar auf dem Lillestoff-Festival abzulichten. Dort hatten Anne und ich nämlich einen Workshop zum Photografieren mit dem Selbstauslöser gebucht. Dort sehe ich bei mir nämlich immer noch deutliche Defizite.


Dummerweise fing es dort nach dem Theorieteil immer stärker an zu regnen. Sodass ich zwar einen tollen Photohintergrund fand, euch habe nur Bilder nach dem Motto„gebadete Katze“ hätte anbieten können.



Deswegen der zweite Versuch vor der geliebten Garage des Nachbarn. Nun ja, da kommen die ausdrucksstarken Farben des Stoffs, den es übrigens auch noch in zwei anderen Farbkombis wie zum Beispiel einem wunderbaren Grün gibt, doch auch ganz wunderbar zur Geltung.







Und jetzt ab damit zum Nähfrosch.

















Mein Herbstkleid


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Hallo Ihr Lieben,
manchmal ist Facebook ein echter Entertainer. Vor allem wenn es um diese endlosen Werbungen für Lebensberatung via Internet geht. Gestern las ich den folgenden Satz: „Du befindest dich mitten im Dualseelenprozess...“ und dann geht der Driss weiter. Was um Himmelswillen ist ein Dualseelenprozess?


Ehre, wem Ehre gebührt, diese wunderbare Wortschöpfung ist von Susan Sandrock. Bislang war mir noch nicht mal bewusst, dass ich über eine Dualseele verfüge. Okay, diese Dualseelen sind wohl anscheinend sehr zerrissen und verzweifelt und sehnen sich nach Liebe und Anerkennung. Tatsächlich geht es wohl um Paarberatung.



Und ist es nicht wunderbar, wie leicht der Schlüssel zur glücklichen Paarbeziehung im Internet zu finden ist? Wie gut, dass wir es haben. Lebensberatung via Facebook.
Täglich bekomme ich in meiner Timeline bestimmt fünf bis zehn Beiträge angezeigt, die mir pure Glückseligkeit in der Paarbeziehung und beim Sex versprechen, bei der Kindereziehung und bei meinem Weg zu einem erfolgreichen Powerfraudasein.


Dann bekomme ich auch immer wieder Schminktipps (Powerfrauen müssen ja auch optisch überzeugen). da diese amerikanische Tupperwarenlike Schminkfirma ja immer noch versucht, den deutschen Markt mit ihrer überteuerten Kosmetik zu überrollen. Verzeiht meine erkennbare Aversion, aber dieses Schneeballsystem in der Anwerbung der Promoterinnen bringt mich immer wieder zum Würgen, vor allem da es die Nähszene so infiltriert.


Dagegen scheint sich der Markt des Zauberpulvers so langsam beruhigt zu haben und ich bekomme nicht mehr jeden zweiten Tag Angebote, an meiner Figur zu schrauben. Ich glaube, die haben erkannt, dass ich ein sinnloser Fall bin.


Was haben wir eigentlich vor Facebook gemacht? Der einzige Lebensbereich, in dem Facebook für mich persönlich Sinn macht, ist tatsächlich meine Näherei. Ich weiß nicht, ob ich ohne die ganzen Nähgruppen und ihre hilfreichen Tipps am Anfang so am Ball geblieben wäre.



Und so freue ich mich, euch heute mein neues Herbstkleid zu zeigen, aus dem tollen „Kea“-Modalsweat von Swafing, den ich für die liebe Zuckermandelfee vernähen durfte.
Dafür habe ich zwei meiner liebsten Schnittmuster zusammengewürfelt. So habe ich der Retroliebe von Nähkind die Kapuze des Nanuks von Meine Herzenswelt verpasst (dafür habe ich natürlich den Halsausschnitt entsprechend angepasst) und damit das Ganze dann auch wirklich herbsttauglich wurde, habe ich dem Schnitt dann noch überlange Bündchen verpasst. Im Übergang zwischen Rock- und Oberteil habe ich dann noch eine Paspel aus dem Bündchenstoff eingearbeitet.
Fertig war das Herbstkleid.


Und jetzt gucke ich mal, was Facebook heute noch Spannendes für mich zu bieten hat. Ich habe ja Herbstferien.



Und jetzt ab damit zum Nähfrosch.