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Donnerstag, 14. Februar 2019

Lia und das Probenähen


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Hallo Ihr Lieben,
als Katja Schlepper von Unikati zum Probenähen für ihre neue Tasche ausrief, da musste ich mich einfach melden, hatte ich mich doch erst kurz vorher in ihren Shopper Oslo verliebt.
Der Januar ist zwar aktuell auf der Liste meiner Lieblingsmonate dieses Jahres definitiv auf einem unterirdischen Platz und eigentlich hatte ich so gar keine Zeit für ein Probenähen, aber die neue Tasche war doch tatsächlich genauso schön wie „Oslo“ und das will etwas heißen.


Als dann die Probenäher verkündet wurden, war ich nicht dabei, und in mir mischten sich gleichermaßen Traurigkeit darüber als auch die Erleichterung, dass ich mir in diesem Monat nicht noch mehr aufgehalst hatte.


Ich zeigte dann meine nächste „Oslo“ und die sah Katja netterweise und es stellte sich heraus, dass meine Bewerbung einfach an ihr vorbeigegangen war. Ich durfte „Lia“ doch noch mitnähen, auch wenn klar war, dass ich nicht das produktivste Mitglied der Gang werden würde.



Warum ich Euch das alles erzähle? Weil es einfach ein so wunderschönes Probenähen war.
Genau so stelle ich mir gutes Probenähen vor. Eine definitiv sympathische Gruppe mit unglaublichen Näherinnen, die sich gegenseitig unterstützen und sich vor allem mit jeder schönen Tasche mitfreuen. Eine „Chefin“, die ein ausgereiftes Schnittmuster vorlegt und dabei wirklich präsent ist und auch offen für Ideen. Perfekte Orga, perfekte Planung. Einfach nur toll. Wobei es hier tatsächlich zwei „Chefinnen“ gab, denn die Idee zur wunderschönen „Lia“ hatte Verena Micklisch-Stahl. Ein wunderbares Gemeinschaftsprojekt.



Auch wenn meine Lobeshymne jetzt wahrscheinlich dazu führt, dass Ihr Euch beim nächsten Probenähen für Unikati jetzt alle bewerbt und meine Chancen auf eine Teilnahme damit ins Bodenlose sinken, egal. Ich kann es Euch nur empfehlen.


Aber nun zur „Lia“: Dieses Schnittmuster ist definitiv anfängertauglich und dabei so wandelbar. Jede Lia sah anders aus – und alle waren sie schön.
Ich liebe das klare Design, aber auch die Alltagstauglichkeit dieser Tasche. Kein Rumgekrame nach Schlüssel und Handy. Überall gibt es tolle Taschen, seperaten Stauraum. Und davon übrigens jede Menge.


Diese „Lia“ hier habe ich aus einem so genialen tomatenroten Kunstleder genäht, das die liebe Corina von Myo Stoffe unter ihrem Ladentisch hervorzog. Die geniale Farbe fangen meine Bilder leider nicht ganz so perfekt ein. Auch meine Freundin meinte sofort, dass sie Bilder nicht ansatzweise zeigen, wie schön meine Tasche sei. Aber nun gut, ich kann ja nicht bei jeder von Euch Zuhause mit der Tasche auflaufen und sagen: Nun guckt doch mal!“.


Ich liiiiiiiebe sie einfach.
Und weil die Farbe so ein Knaller ist, habe ich sie ansonsten eher schlicht gehalten. Innen ist sie mit khakifarbenen Canvas gefüttert, nur bei der Befestigung des Gurtbands habe ich noch einmal ein wenig experimentiert und eine, wie ich finde, ganz nette Lösung gefunden.


„Lia“ bekommt ihr übrigens gleich in vier Shops: dem Glückpunkt.Shop, bei Snaply, bei Makerist und beim Näh-Daddy. Aktuell sogar mit 20% Rabatt. Ich würde zuschlagen, denn Taschennähen ist echt keine Zauberei... Wenn selbst ich das in diesen Wochen geschafft habe, dann schafft Ihr das locker.


Und jetzt ab damit zum Nähfrosch.

Dienstag, 12. Februar 2019

James für Kleine

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Hallo Ihr Lieben,
einen habe ich noch... heißt es doch so schön.
„James“ von der Stoff & Liebe GmbH habe ich natürlich nicht nur für meine beiden Großen vernäht, auch der Kleine hat sein Stück davon abbekommen. Für ihn habe ich den Motivjersey mit den kleinen Köpfen verarbeitet.


Den Randstreifen des Stoffs habe ich auch verarbeitet: „Think outside the box“ ist einfach ein geniales Motto. Ein Spruch, den ich allen unseren Kindern sehr gern mit auf ihren Lebensweg mitgeben möchte.


Deswegen durfe er auch plakativ mitten auf den Hoodie – und das gern auch schräg.


Ich muss sagen, ich bin überrascht davon, wie gut mir der Hoodie am kleinen Mann gefällt.
Der ausdrucksstarke Stoff in klarem Rot-Schwarz-Kontrast geht eben auch für kleine Blondschöpfe.



Genäht habe ich einen weiteren Nanuk von Meine Herzenswelt – einfach weil mir der Gedanke gefiel: eine Stoffserie, ein Schnittmuster und doch drei sehr unterschiedliche Looks.
Das ist für mich ohnehin die ganz große Faszination beim Nähen. Wie unterschiedlich Schnitte doch wirken können, je nach Stoff, je nach Akzentsetzung.


„Think outside the box“ passt auch da.
Und wo denkt Ihr heute anders?

James für coole Kerle




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Hallo Ihr Lieben,
in mir sehr ihr eine glühende Verfechterin für lässige Jungsstoffe. Was bleibt mir auch anderes übrig, mit drei wilden Rangen, die sich einfach nicht in Drehkleidchen mit Spitzenborte stecken lassen wollen.



Ich gebe zu, als das Nähhobby mich mit Haut und Haaren erfasste, habe ich für einen kurzen Moment überlegt, ob man nicht doch noch über weiteren Nachwuchs nachdenken sollte mit der Option auf rosa Gerüsche.


Aber dann war mit das Ganze irgendwie doch zu risky. Immerhin war die Option auf Erfolg doch nur bei 50%.
(Achtung, das war ein Scherz!)


Nein, im Ernst, ich bin durch und durch eine Jungsmama. Nach dem ersten Jungen habe ich mir bei der zweiten Schwangerschaft wieder einen Jungen gewünscht. Und auch, als bei der dritten Schwangerschaft klar war, dass es wieder ein Junge würde, dachte ich insgeheim: „Hurra!“.
Was Jungs so wunderbar macht, wissen alle, die selber welche haben, und den Rest will ich nicht betrüben, also lieber wieder zurück zu den Jungsstoffen, bevor ich mich hier in die Bredouille bringe.


Die Stoff & Liebe GmbH hat mit der Stoffserie „James“ einen ganz besonderen Stoff für Kerle herausgebracht. Zum Panel mit den beiden großen Motiven, gibt es den Kombistoff mit ganz vielen kleinen Männerköpfen und perfekt dazu passen auch die rotgemusterten „Scribbles“.


Für meine Männerhorde habe ich alle drei Stoffe ausprobiert und zwei meiner Kerle möchte ich euch heute zeigen. Während der Kleine ja noch in die Kategorie „süß“ fällt, sind die zwei ja schon echte Pubertiere und sind sich deswegen sehr bewusst, ob ein Stoff noch tragbar auf dem Schulhof ist oder nicht.


Der Große ist, da ist er ganz mein Sohn, ein glühender Anhänger des Teams „Schlicht“. Für ihn durften es daher nur die „Scribbles“ sein. Heimlich habe ich ihm dann noch den Kombistoff in die Kapuze geschmuggelt.


Der Midi ist da viel mutiger und sehr angetan von seinem neuen Shirt. Genau wie der Große hat er einen Nanuk Teens von Meine Herzenswelt bekommen, allerdings mit Kragen und nicht mit Kapuze und einem selbstdrangebastelten Lagenlook bei den Ärmeln.


Auf diese Weise habe ich nämlich aus einem Panel einen kompletten Pulli noch in Größe 146 nähen können.
Bei beiden Hoodies habe ich das neue Bio-Bündchen „Pamuk“ in Schwarz verwendet, wirklich eine tolle Qualität.


Ich habe mich gefreut, dass die Stoff & Liebe GmbH mit diesem Stoff ein wenig die Komfortzone verlassen und etwas ganz Neues gewagt hat und ich bin gespannt, was da in Zukunft noch an neuen Stoffen für echte Kerle kommt. Ich freue mich da sehr drauf.




















Leuchtende Herzkönigin

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Hallo Ihr Lieben,
ich habe hier etwas Schönes für Euch an diesen so trüben Wintertagen.
Ich muss ja zugeben, seitdem ich photographiere, betrachte ich das Licht da draußen ja immer sehr argwöhnisch.


Der Winter als lichtarme Jahreszeit, Ihr wisst ja die Sonne ist weit weg, die Sonnenstrahlen erreichen und nur sehr flach die Erde. Nicht gerade meine Lieblings-Photojahreszeit. Okay, aber bevor ich hier in die Feinheiten von Auftrittswinkel und Lichtteilchen abdrifte, schnell zu etwas anderem Strahlenden, nämlich meinem neuen Hoodie.


Genäht habe ich tatsächlich zum ersten Mal die Herzkönigin von Fred von Soho. Ich als Hoodie-Maniac bin ja immer auf der Suche nach gut sitzenden Hoodieschnitten. An der Herzkönigin gefällt mir neben dem wirklich tollen Sitz – ich musste übrigens keinen Millimeter am Schnitt verändern – vor allem die schöne Passe über der Brust. Ich habe aber noch zwei, drei andere Schnitte ins Auge gefasst und bleibe da am Ball.


Aber der hier wurde geprüft und für gut befunden, wenngleich mein Mann diesen Longhoodies nicht ganz so viel abgewinnen kann: „Schon wieder so ein langes Teil“, kam es aus seiner Ecke.
Ich habe aber in dieser Jahreszeit sehr gern einen warmen „Pöter“, wie man bei uns ganz despektierlich sagt. Und kurz nach Weihnachten schadet es auch gar nicht, meine Körpermitte dezent zu umhüllen. Wobei ich finde, dass die Herzkönigin da wirklich eine gute Figur macht.


Nähen durfte ich das schöne Stück aus einem ganz wunderbaren French Terry von Beckys Fabric, dem Stamp Flower in einem leuchtenden Curryton, der zu mindest mir einfach gute Laune macht.
Ich mag ja so Stoffe, die eigentlich uni sind, aber dann eben doch irgendwie etwas Besonderes mitbringen wie hier diese gestempelten Blüten in einer etwas dunkleren Schattierung.
Ich finde, die Farbe passt auch einfach toll zu Jeans.
Insofern ganz lieben Dank für den tollen Stoff!


Und weil ich so geblendet war von so viel Strahlkraft, habe ich die Bilder gleich mal mit Sonnenbrille gemacht. Euch wünsche ich jetzt ganz viel Sonne im Herzen, auf den Pullis und überhaupt...










Donnerstag, 7. Februar 2019

Violet für mich

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Hallo Ihr Lieben,
vorgestern las ich in einem Forumsbeitrag, in dem gefragt wurde, woran man denn jetzt gute Schnittersteller erkenne würde. Relativ schnell schritt die Fraktion zum Einsatz, die die Näh-Ebooks wieder in Bausch und Bogen gänzlich verurteilte.


Es gäbe zum Teil keine anspruchsvollen Schnittkonstruktionen, zudem würden Schemazeichnungen fehlen, dort ginge es allein um Hochglanzbilder für die Werbung.
Da würde man bei Butterick, Burda und Co. doch eindeutig mehr gefordert. Kaum jemand würde heutzutage noch gescheit nähen, kaum noch Nähtechniken beherrschen.


Ich musste da etwas schlucken. Dachte ich doch an meine eigenen Anfänge. Ich gebe gern zu, als ich vor fünf Jahren mit dem Nähen begann war ich ein gnadenloser Autodidakt.
Ich habe nie einen Nähkurs besucht, nie von einer Schneidermeisterin profitiert.


Ich will absolut nicht behaupten, dass Nähkurse bei Personen, die Ahnung vom Job haben, nicht durchaus ihre Berechtigung hätten. Nähen ist ein Handwerk und ich bewundere jeden, der das wirklich gelernt hat. Ich habe einfach nur nie einen Nähkurs besucht, weil sich nie einer gefunden hat, der in mein Leben gepasst hat.
Meine „Nähbildung“ bezog ich allein aus YouTube-Videos und den so verpönnten Ebooks.


Und für mich ist das ganz einfach: Ohne diese hätte ich nie zu meinem Hobby gefunden, wie wahrscheinlich so viele andere auch.


Als ich mit dem Nähen begann, wollte ich eine Patchworkdecke nähen. Bei meiner Suche nach Input stolperte ich über die Videos der „Missouri Star Quilt Company“ mit der großartigen Jenny Doan. Sie nahm Anfänger wie mich so liebevoll an die Hand und führte uns zu unseren ersten Quilts.


Trotzdem war die Hürde, Kleidung zu nähen, danach immer noch riesengroß. Zum Glück sah ich durch einen Zufall da die Videos von Mialuna. Und schwubs hatte ich als ersten Kleidungsstück einen Hoodie genäht. Einen durchaus anspruchsvollen.


Was ich sagen will, dank der Näh-Ebooks und anfangs auch anhand von Videos hat sich mir die Nähwelt überhaupt erst eröffnet und ich danke dem lieben Gott dafür, dass darüber die Hemmschwelle, mit dem Nähen überhaupt erst zu beginnen, für viele von uns so niedrig geworden ist, dass wir uns Dinge trauen. Uns getraut haben, Stoff zu kaufen, ihn zuzuschneiden und einfach loszulegen.


Ich bin bis heute keine Star-Näherin, andere beherrschen bestimmt bessere Techniken als ich. Ich sag einmal bis zu einem richtigen Männerhemd mit Kragen und Manschetten traue ich mich noch. Ein echter gefütterter Wintermantel würde mir dagegen schon ein wenig Furcht einflößen.
Aber trotz meiner ungenügenden Technik-Ausbildung liebe ich mein Hobby über alles und freue mich über die Möglichkeiten, die es mir eröffnet.


Ebooks sind definitiv kein Zweite-Klasse-Nähen, sondern haben definitiv ihre Berechtigung und trotz aller Schelte oft eine sehr gute Passform.


So freue ich mich, euch heute meine neue „Elisabeth“ von Konfettipatterns aus dem wunderschönen Sweat „Violet“ vom Stoffduo zu zeigen.


Diesen tollen Stoff bekommt Ihr entweder bei Miss Mia oder bei 3fachfrein.
Stellt euch vor, ich hätte den nur angucken, nicht aber selber vernähen können. Was für eine Schande wäre das gewesen.


Die Schnitte von Konfettipatterns passen übrigens sogar ohne jede Anpassung an meinen bauchigen Astralkörper. Stoisch nähe ich dort eine 38 und bin immer wieder verzückt vom guten Sitz.


Und jetzt ab damit zum Nähfrosch.