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Mittwoch, 26. April 2017

Eine maritime Mini Bethioua oder: die erste große Liebe

Hallo Ihr Lieben,
er liebt das Meer.  Das ist einfach so. Von Anfang an. Vielleicht ist es einfach das Erbgut. Vom Vater wird berichtet, dass er als ganz kleiner Dötz ehrfurchtsvoll das erste Mal am Meer stand und vollkommen ergriffen äußerte: "das doße (große) wassa!".




Ehrfurchtsvoll ist unser Kleiner allerdings nur noch, wenn ihm Wellen über den Kopf zu spülen drohen. Kopf unter Wasser findet er immer noch schlimm, übrigens auch beim Haarewaschen. Mütter sind ja manchmal grausam.




Aber vor allem hat er Spaß am Meer.  Unser Kleiner ist einer dieser Gattung, den man am Strand auch gut und gern einfach vergessen könnte. Denn der spielt einfach vor sich hin: eine Stunde, zwei Stunden. Irgendwann kommt er angelaufen und möchte etwas wissen oder verteilt sandige Küsschen.
Sehr praktisch so ein Kind. Endlich habe ich mal wieder am Strand ganze Bücher durchgelesen.




Was treibt er so in der Zeit? Wellenhopsen ist ganz weit vorn, dann die Namen der Familienmitglieder in den Sand schreiben, Ninja-Kämpfe ausfechten, springen, springen, springen, Muscheln sammeln, Steine sammeln, seine Playmobilfiguren im Sand aufbauen und vieles mehr.





Dieses Mal hat er aber ab und an den Strand verlassen. Man könnte auch sagen, er ist mir untreu geworden. Er hat sich nämlich zum ersten Mal verliebt. Und ich glaube, dass er diese erste Liebe als eine äußerst beglückende in Erinnerung behalten wird. Sie hat sich für ihn nämlich echt rentiert. Jeden Tag mit mindestens einem Schokoladeneis, einem Brownie liebevollst dekoriert mit Schlagsahne oder zumindest einer Fanta Limon.




Ihr ahnt, mit wem mein Sohn durchgebrannt ist? Er hat sich in die unglaublich nette Bedienung aus dem benachtbarten Restaurant verliebt. Alessandra heißt die hübsche, junge Frau, die auch ihrerseits in wilder Liebe zu unserem Sohn entbrannt ist.
Schon am ersten Tag offerierte mein Kleiner ihr eine Perlenarmbändchen, dass ihm zuvor von einem Straßenhändler geschenkt worden war. Das war anscheinend der Startschuss einer großen Liebe.




Ich konnte nichts tun, denn zu diesem Zeitpunkt befand ich mich noch im fernen Deutschland und versuchte meinen Schülern, die Feinheiten der deutschen Sprache beizubringen. Alessandra herzte und küsste meinen Sohn also ungehemmt und er küsste zurück und aß sich durch ganze Berge an Eis und Schokoladenkuchen.




Als ich dann am Urlaubsort eintraf, wurde ich mit Fragen konfrontiert wie: "Mama, wie alt muss ich sein, um heiraten zu dürfen?" Ich war doch erleichtert, dass dieser Zeitraum mit zehn Jahren doch noch recht üppig war.




Aber auch die Angebetete gab Vollgas, so gab es Videochats mit der potentiellen zukünftigen Schwiegermutter meines Sohnes, diverse gemeinsame Photos und weiterhin ganz viel Schokoladeneis. Sogar um gemeinsame Spaziergänge am freien Tag wurde ich gebeten.




Wie schön für meinen Sohn, dass seine erste Liebe auch derart heißblütig erwidert wurde.
Doch jetzt ist er wieder im kalten Deutschland und die Angebetete ist zwei Flugstunden entfernt. Kein Problem für den schlauen Kerl.
Ein Anruf bei der Oma: "Omi, wir müssen ganz schnell wieder nach ... fliegen?" Nur mir gestand er, dass er das vor allem möchte, weil er Alessandra so vermisst.

Und ich? Ich hätte auch nichts dagegen, bei meiner Schwiegertochter in spe einzuziehen...

Schnittmuster: Mini Bethioua von Ellepuls
Stoff: Anker-Jersey von Stick & Style
Location: unbezahlbar

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