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Montag, 9. Januar 2017

Und wieder eine Käthe

Hallo Ihr Lieben,
definiere Wiederholungstäterin. Antwort: ich.
Ich gestehe, ich habe es schon wieder getan und mir eine Käthe von Konfettipatterns genäht.
Aber dieses Mal habe ich zumindest eine für mich extrem untypische Farbe gewählt, denn Schwarz kommt in meinem Kleiderschrank eigentlich nicht vor.




Woher auch immer ich diese Schwarzphobie habe, ich weiß es nicht, aber generell ist Schwarz einfach nicht die Farbe meiner Wahl. Wobei Schwarz ja eigentlich ohnehin keine Farbe ist, sondern nur eine Helligkeitsstufe, aber das führt wohl zu weit.
Auch wenn ich den wunderbaren Schlankmacher-Effekt dieser Nichtfabe sehe, ist sie mir oft zu hart für mich.




Schauen wir also mal, ob es diese "Käthe" unter die Lieblinge in meinem Kleiderschrank schafft.

Trotzdem musste ich diesen Stoff unbedingt haben, denn diese wie aufgestickt aussehenden Vögel auf dem dunklen Jersey erinnerten mich einfach dermaßen an die Gobelinstickkünste meine Oma Hertha, dass ich weich werden musste.




Ich habe ja schon einmal davon berichtet, dass meine Oma nie ihre Hände still halten konnte. Wenn sie nicht hart arbeitete, in der Fabrik, Zuhause oder in ihrem riesigen Garten, dann hatte sie eine Handarbeit in den Fingern.




Oma Hertha war eine Meisterin im Häkeln: Wunderbare Spitzengardinen fertigte sie an. Aber auch Stricken, Sticken oder Teppiche knüpfen, sie traute sich an fast alles heran. Und sie bedachte alle ihre Kinder und Enkelkinder. Ich erinnere mich noch an eine unglaubliche, leuchtend türkise Strickunterhose, die sie mir verehrt hat.




Was würde ich heute gern einmal mit ihr fachsimpeln. Sie hätte es sehr gemocht, mich hinter der Nähmaschine zu sehen und etwas Echtes, Fassbares fertigen zu sehen. Ihr kreatives Talent hat sie übrigens an ganz viele ihrer Kinder und Enkel weitergegeben. Viele nähen oder zeichnen.




Unser Mittlerer ist auch so ein Kreativer und wurde zu Weihnachten mit einem Nähset bedacht. Ein Kissen und eine Katze hat er schon genäht, jetzt kommt noch ein Monster an die Reihe. Ich bin gespannt. Es wäre ja schön, ich meinen Spaß am Nähen genau so weitergeben könnte wie meine Oma Hertha.




Meine Käthe ist übrigens nicht nur schwarz, sondern ein echtes Stückwerk. Ambitioniert wollte ich sie aus einem einzigen Meter Jersey plus Bündchen nähen. Das war eine echte Intelligenzleistung, das alles so hinzupuzzeln, bis am Ende eine vollständige Käthe dabei heraussprang. Aus diesem Grund auch die mehrfach gestückelten Bündchen.




Tja, auch das Talent sparsam mit dem gegebenen Material umzugeben und auch kleinste Reste, sinnvoll zu verwenden, könnte ich von meiner Omi geerbt haben. Obwohl wenn ich mir mein kleines Stofflager im Keller so betrachte, dürfte Sparsamkeit nicht direkt die erste Eigenschaft sein, die mir da in den Sinn kommt. Hust...




In diesem Sinne: Omi, hab es da gut, wo immer du auch gerade sein magst! Ich hoffe, du hast eine Häkelnadel und ein Knäuel Wolle dabei.




Und jetzt ab damit zu RUMS.

Kommentare:

  1. ach, Anik, das ist wieder einmal ein Goldstück geworden. Ich sehe deine Bilder so gerne. Bezaubernd!
    Liebst, Eva Marie

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    1. Dank dir, du Liebe. Das finde ich total nett, weil ich ein großer Fan deiner Bilder bin. Habe mich gerade noch mit Bella darüber unterhalten, dass wir deine Bilder so mögen, weil sie künstlerisch hochwertig sind und trotzdem eine Natürlichkeit ausstrahlen.
      Liebste Grüße
      Anik

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  2. Wenn ein Schnitt passt dann passt er einfach und dann wird man gern zum Wiederholungstäter...mir geht es so mit der Martha von Milchmonster - die habe ich schon einige Male genäht und ich kann nur sagen es werden bestimmt noch mehr folgen.
    Liebe Grüße Karin

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