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Samstag, 10. Dezember 2016

Mein Räuberkind

Hallo Ihr Lieben,
heute habe ich eine ganz besondere Geschichte aus der Bloggerwelt für Euch. Nein, eigentlich wurzelt sie im echten Leben.
Aber vielleicht fange ich besser einmal an.
Auch wenn unser Kleiner hier so frech und fröhlich aussieht, als wäre er ein Klon von Michel aus Lönneberga, war er doch zu Beginn seines Lebens ein echtes Sorgenkind.
Eines für das man eine ganz besondere Patentante brauchte...




Meine Lieblingscousine ist ein Mensch mit einem ganz besonderen Blick auf Kinder, eben auch gerade auf besondere Kinder. Ich wusste, dass unser Kleiner bei ihr in sehr guten Händen und vor allem tief in ihrem Herz sein würde.




Irgendwann kam ein Päckchen von der Patentante aus dem fernen Ostfriesland an. Der Inhalt: ganz wunderbare Lederpuschen mit seinen beiden Vornamen auf dem linken als auch dem rechten Schuh. Ich war hin und weg. So etwas schönes Selbstgenähtes. Selber nähen konnte ich da ja noch nicht. Eine Mutter aus ihrem Kindergarten hatte die Schuhe für uns genäht.   So tolle Kunstwerke. Sie liegen immer noch in seiner Erinnerungskiste.




Ein paar Jahre später begann ich dann selber zu nähen mit wachsender Begeisterung und großer Leidenschaft. Schnell kam dann auch dieser Blog hinzu.




Vor ein paar Tagen fand ich dann einen Kommentar auf meinem Blog vor. Eine sehr nette Bloggerin namens Kate verlinkte mir einen Artikel von sich über eine wirklich tolle Fußballjacke und nannte ein Werk von mir als Inspirationsquelle.




Als ich mich auf ihrer Seite "création fada" umschaute, entdeckte ich, dass wir dieselben ostfriesischen Wurzeln haben musste. Schnell kam heraus, sie wohnte in dem gleichen Ort wie meine Cousine.
Auf einmal dämmerte es mir: Ich las den Blog derjenigen Frau, die damals die Lederpuschen für unseren Jüngsten genäht hat. Vermutet, nachgefragt, recht gehabt...




Ist es nicht toll, wie sich Kreise wieder schließen? Ich habe mich sehr gefreut, sie wiedergefunden zu haben. Lederpuschen habe ich übrigens bis heute nicht genäht...

Dafür aber das diesjährige Weihnachtsoutfit für den kleinen Mann: ein Räuberkind von Lotte & Ludwig.




Und ja ich bin einfach hin und weg vom kleinen Mann in diesem Retro-Outfit. Es gab eine Ludwig Lässig aus oliv-braunen Breitcord in Kombinationen mit einer Weste.




Diese habe ich, anders als es das Schnittmuster vorsieht, voll verstürzt, sodass ich kein Schrägband einbringen musste. Passte für mich besser zu dem schlichten Look des Outfits.




Das Innenfutter der Weste ist aus einem Birch-Baumwollstoff. Ebenso wie der Interlock des Shirts auch von Birch ist. Er fühlt sich übrigens ganz traumhaft weich an.




Das Ebook von Lotte & Ludwig beinhaltet alle drei Schnitte, sodass Ihr ein perfektes Festtagsoutfit zaubern könnt.




Ich habe dann noch meine heißgeliebte Mütze "Mila" von M hoch drei dazugepackt. Sie rundet für mich das ganze Outfit noch perfekt ab.




Was mir an dieser Kombi aber besonders gefällt, ist dass es nicht nur festtagstauglich ist, sondern eben auch ganz wunderbar kindergartentauglich ist. Ich fände es schade, wenn etwas Genähtes nur für ein, zwei Gelegenheiten getragen würde. Deswegen auch aus robustem Breitcord.
Breitcord ist einfach eines meiner Lieblingsmaterialien für meine Rabauken.




Breitcord lässt sich auch sehr gut verarbeiten. Ich habe nur darauf geachtet, alle Nähte mit einer Dreifachnaht zu sichern, um zu verhindern, dass die Hose zum Beispiel im Schritt aufreißt.




Ansonsten sind die Schnitt aber extrem anfängertauglich. Es ist kein einziger komplizierter Arbeitsschritt dabei.





Und mein Kleiner: Er mag die Bewegungsfreiheit in den tollen Klamotten. Auch nach dem Shooting wollte er sie nicht wieder ausziehen.
Und so möchte ich auch nähen: nicht nur für schön, sondern vor allem für den Alltag...




Und weil ich so verliebt bin, lasse ich Euch einfach noch ein paar Bilder da...




Nachtrag: Den Namen "Räuberkind" trägt dieser Beitrag zu Recht. Findet zumindest mein Großer. Hat der Kleine doch schon den Adventskalender geräubert, in dem sich an jedem Tag eine paar Steine Lego verstecken. Für den heutigen Tag war wohl eine besonders attraktive Figur vorgesehen. Doch was war? Das Tütchen war bereits geräubert, allerdings danach wohl aus schlechtem Gewissen wieder neu gefüllt worden. Fiel auch nur auf, weil  die Aufbauanleitung einfach keine beigefarbenen Droiden vorsah....



















Kommentare:

  1. Süßes Kerlchen hast du, die Grübchen sind niedlich. In den Klamotten sieht er echt aus wie Michel von Lönneberga. Schöne Sachen hast du da genäht.
    lg Charla

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    1. Ganz lieben Dank!. Die Superheldenjacke auf deiner Seite würde ihm aber auch extrem gut gefallen!.
      LG
      Anik

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  2. Super chic, so etwas in der Art schwebt mir auch noch für meine kleine Räubertochter vor. Gestern sind gerade Outdoorhose und Mantel fertig geworden, da kommt die neue Inspiration genau richtig. Ich habe noch tollen Jeansstoff hier... ob das wohl auch so fetzig wird?

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    1. Lieben Dank! So einen schönen verwaschenen Jeans kann ich mir gut vorstellen...
      LG
      Anik

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    2. Ja :) an den hatte ich auch gedacht...

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  3. Was für eine berührende Geschichte. Nicht nur, weil ich darin eine Rolle spiele...
    Ich würde mich freuen, eure Räuberfamilie einmal persönlich kennen zu lernen.

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    1. Das würde auch mich sehr freuen. Ich mag nämlich deine so kreativen und so vielfältigen Werke wirklich sehr und würde den kreativen Kopf dahinter gern kennenlernen. Außerdem sind wir beide ja über einen besonders tollen Menschen verbunden. Vielleicht magst du mir mal über die Mailadresse vom Blog eine Nachricht schicken. Vielleicht schaffen wir ja ein Treffen bei unserem nächsten Ostfrieslandbesuch. Der könnte sich allerdings noch etwas hinziehen.
      LG
      Anik

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  4. Total tolle Geschichte ❤️ Das wahre Leben und das lieeebe ich an unserem Hobby so sehr!!
    Das Outfit ist der Knaller - Michel ist eine Kindheitserinnerung Nummer 1 von mir und das erste was mir ein gefallen ist, ohne auch nur ein Wort hier gelesen zu haben - da guckt mich ja ein Michel an!
    Kurzum - total tolles Lausejungen Outfit!!!

    �� Michel war ein Lausejunge aus einem Dorf in Schweden, nichts als dumme Streiche, hatte er im Sinn...�� *träller*


    Einen Lausehaften Tag wünsche ich euch!!

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    1. Lieben Dank für diesen lausejungigen Kommentar!
      Hat mich sehr gefreut...
      LG
      Anik

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  5. Was für eine nette Geschichte. :-)
    Ja, die Welt ist klein - das fällt doch immer wieder auf und ich teile total deine Ansicht dass man wenn irgendwie möglich so nähen sollte dass die Sachen richtig viel und oft getragen werden können.
    GLG Anna

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