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Sonntag, 25. September 2016

Geschenke, die zurückkommen...

Hallo Ihr Lieben,
heute habe ich eine kleine Geschichte aus unserem bewegten Alltag mit den drei Jungs für Euch. Ich möchte sie mit Euch teilen, weil ich sie so schön finde.


Der Kleine musste am Dienstag zum Kinderarzt. Blutabnehmen - ganz doofer Termin. Auf dem Hinweg hat er draußen unter einem Haselstrauch eine schöne Kugel aus lauter Haselfrüchten gefunden. Die gefiel ihm sehr und er trug sie stolz vor sich her. Ich war froh, dass er noch so selbstvergessen Schätze sammelte, sie bewunderte und sich noch keine Gedanken über die nächsten Minuten beim Arzt machte.





Im Aufzug des Ärztehauses trafen wir eine alte Dame mit einem Verband vorm Auge. Er guckte sie genau an und sagte: "Hier habe ich ein Geschenk für dich!" Ich war mir in diesem Moment ehrlich gesagt nicht so ganz sicher, wie die Dame über dieses Geschenk reagieren würde. Aber sie freute sich und dankte ihm.  Ich war erleichtert, dass sie ihn nicht zurückgewiesen hat und mit den Gedanken schon halb beim Kinderarzt.






Jetzt der Nachtrag: Am nächsten Tag rief mich die Sprechstundenhilfe unseres Arztes an: Ob der Kleine gestern im Aufzug einer alten Dame etwas geschenkt habe? 
Die Dame wäre in der Praxis vorbeigekommen und hätte gefragt, ob sie ein Kind wüssten, dass so gegen 8.15 Uhr einen Termin gehabt haben könnte.
Ich bejahte. Heute sei sie da gewesen und habe ein Geschenk für ihn dagelassen - so gefreut habe sie sich. Ist es nicht etwas wunderbares, wie viel Liebe unsere Kinder in der Welt verbreiten können?




Liebe unbekannte Dame, wir waren noch gar nicht wieder in der Praxis, um das Geschenk für den Kleinen abzuholen. Aber ich möchte Ihnen auf diesem Wege sagen, wie wunderbar ich Ihre Geste finde.

Mein Kleiner wird auf diesem Weg hoffentlich nie vergessen, was es bedeutet freundlich und offen in die Welt hineinzugehen und viel viel man dafür zurück geschenkt bekommt. Ich danke Ihnen sehr für dieses immaterielle Geschenk.






Diese Woche war eine sehr stressige in unserem Leben, aber diesen Moment nehme ich mit und schließe ihn fest in mein Herz ein.
Wie wunderbar, wenn Alt und Jung so aufeinander zugehen. Ich danke Ihnen!





Jetzt sind des Kleinen neue Kleider beinahe untergegangen: Diese Kombi habe ich auch auf dem Lillestoff-Festival genäht. Die Hose ist eine Ludwig Lässig von Lotte & Ludwig, genäht aus einer Neuentdeckung von mir einem wundervollen Baumwollflanell in Fischgrätmuster.
Ich finde ja diesen Hosenschnitt so cool und der Stoff passt einfach unglaublich gut zum Stil der Hose.





Dazu gab es eine Mini Bethioua aus einem Art Gallery Jersey, den mir die liebe Ella in ein Überraschungspaket gepackt hatte.
Auf dem Kopf trägt er wie fast immer eine Mila von Mhochdrei.








Freitag, 23. September 2016

Tierisch wildes Küstenkind

Hallo Ihr Lieben,
manchmal bin ich echt hin- und hergerissen, was ich lieber mag, das Stoffauswählen, das Nähen oder das Photografieren. Und dann denke ich, wie hier bei diesen Bildern, ich liebe einfach alles daran - das ist das Schöne an meinem Hobby.





Ich liebe es, Stoffe anzugucken, anzufassen, mir Kombinationen vorzustellen, ich liebe die meditativen Stunden an meiner Nähmaschine und ich liebe diesen erwartungsfrohen Moment, wenn das Werk fertiggestellt ist und das erste Mal angezogen wird.
Und ich liebe es, die Photos anzuschauen und immer wieder neue Details entdecken zu können.




Was ich an meinem Hobby aber auch sehr schätze, ist die kreative Gemeinschaft.

Ohne meine Mädels aus den verschiedenen Stammteams und Nähgruppen wäre ich näherisch heute nicht ansatzweise da, wo ich heute bin.
Okay, über die Position könnte man sich jetzt auch streiten.

Aber ich habe in den letzten Jahren so wunderbaren Input bekommen, auch einfach so viele wunderbare Tipps und Unterstützung, das war großartig.





Mit diesem Wissen im Hintergrund und dem Wunsch, all die anonymen Bilder aus dem Internet einmal mit Leben zu füllen, bin ich aufs Lillestoff-Festival gefahren.

Was soll ich sagen? Es war unglaublich voll von Eindrücken. Für mich manchmal fast zu voll, zu intensiv, aber ich zehre davon. Manche Dinge setzen sich erst jetzt. Auf jeden Fall habe ich wirklich unglaubliche Frauen kennenlernen dürfen.





Bedanken möchte ich mich dabei besonders bei der Gruppe von Frauen, mit denen ich bei Bella von dem wunderbaren Blog "Love, Bella" gewohnt habe. Bella hat uns so offenherzig aufgenommen und damit eine Atmosphäre geschaffen, in der sich jeder gleich als ein Teil dieser Gruppe gefühlt hat. So unterschiedliche Frau und trotzdem alle miteinander verbunden.





Aber was hat das jetzt mit diesen Bildern zu tun? Sie sind mein Produkt aus dem Lillestoff-Wochenende.  Ich habe noch mehr für Euch, aber dieses Küstenkind von For Mami & me by LuMaLi war eines meiner Nähprojekte. Ich glaube, es ist mittlerweile mein fünftes Küstenkind, aber ich liebe diesen Schnitt auch einfach dermaßen.




Den Sweat für den Hoodie habe ich bei Stick&Style entdeckt, er heißt Kritzellöwen. Ein netter Name oder? Ich mag auf jeden Fall die verschiedenen Blautöne sehr. Kombiniert ich ihn mit einem sehr schönen hellbaumelierten Bündchen auf den Untiefen meines Stofffundus und einem ebenfalls blaumelierten Jersey für die Kapuze.
Ich bin ja ein echter Fan von Ton in Ton-Outfits.





Am Küstenkind liebe ich ja die besonderen Details, wie die Laschen und Knöpfe, die kleinen Stücke andersfarbigen Stoffs, die ins Bündchen eingepasst sind. Das macht auf mich einen sehr liebevollen Eindruck und so mag ich nähen.




Über die restlichen Teile des Outfits meines kleinen Helden erzähle ich Euch dann im nächsten Post, denn ich habe auf dem Lillestoff-Festival auch noch die passende Hose und ein passendes Shirt genäht.
Und ja, ich bin verliebt. Das hier ist mein aktuelles Lieblingsoutfit am Kind.
Vielleicht auch wegen all der vielen tollen Eindrücke...




Ich lasse Euch noch ein paar Bilder von meinem Blumenkind da.
Heute ist er so in die Kita abgedackelt - in seiner Tasche aber noch eingepackt ein Superheldenkostüm, denn heute ist Spielzeugtag. Ich finde das gut, denn das erhöht meine Chancen sehr, dass dieses Outfit nahezu fleckenfrei wieder nach Hause kommt.




Wäre doch schade drum, oder?



Die Elche sind los... Herbststoff von Rebekah Ginda & Tidöblomma

Hallo Ihr Lieben,
wie habe ich mich gefreut, als ich die neue  Eigenproduktion von Rebekah Ginda und Tidöblomma vernähen durfte. Ich mag Rebekahs liebevolle Designs ja sehr.
Ulv och Älg heißt diese Herbstvariante, die Rebekah exklusiv für Tidöblomma entworfen hat.
Und mein Kleiner hat eindeutig Spaß an diesem verspielten Design.




Auf dem Stoff tummelt sich gleich ein ganzer Wald: Elche, Füchse, Igel, Schnecken, Pilze und ganze Bäume. Der Wald ist auch gerade Unterrichtsthema bei mir im Biologieunterricht der Klasse 8. Vielleicht sollte ich mir mal überlegen, den Mini als Anschauungsmaterial mitzunehmen...




Aber aktuell gehen wir lieber selber in den Wald zum Kastaniensammeln. Da findet man ja aktuell schon große Mengen.
Oder wir gehen Blätterrascheln, das ist immer toll.




Kombiniert habe ich Ulv och Älg mit dem passenden Kombistoff Skogen. Das frische Türkis habe ich dann mit roten Bündchen abgesetzt. Da leuchtet Skogen dann gleich noch mehr.

Genäht habe ich übrigens den Geheimling von Allerleikind, weil der so viele Möglichkeiten bietet, mit Stoff zu spielen.




Ich konnte an vielen Stellen Akzente mit dem Kombistoff setzen, sei es nun an der Bauchtasche, den Unterarmpatches oder der Kapuze.




Kombiniert habe ich den Geheimling mit einem Täschling 2.0 - womit auch sonst?  Genäht aus Streifenjeans in rotweiß und mit den selben Holzknöpfen wie auf der überkereuzten Kapuze des Geheimlings.




Mein Kleiner fühlt sich auf jeden Fall sehr wohl in dieser herbstlichen und doch sehr farbenfrohen Kombination. Der Herbst sei auch seine Lieblingszeit, hat er mir beim Shooting erzählt.
Kein Wunder, ist er doch selber ein Herbstkind...















































Dienstag, 20. September 2016

Simplea in love für Bella

Hallo Ihr Lieben,
heute gibt es einen Blogbeitrag zum Thema Spontaneität. Wer mich kennt, weiß, dass das eigentlich nicht so zu 300% mein Thema ist. Manchmal bin ich nämlich ganz schön gemütlich oder besser, mein Alltag mit den drei Rabauken, Schule und Haus ist so alltagsfüllend, dass mir manchmal einfach die Kraft fehlt, um noch die abenteuerlustige Zwanzigjährige zu sein, die in freudiges Kreischen ausbricht, wenn es heißt: „Lass uns heute Abend noch ans Meer fahren!“

Denn die über 40-Jährige in mir denkt dann: „Och, ist gerade so gemütlich auf der Couch!“ oder „Dann kriege ich ja gar keinen Schlaf heute Nacht und kann den Tag morgen vergessen!“ oder „Ich bin viel zu k.o., um jetzt noch aufzubrechen“ oder „Morgen fehlt mir dann die Zeit für Aufgabe XY!“.




Aber vielleicht sollte ich erklären, was das alles mit dieser Tasche zu tun hat. Übrigens das neue Schnittmuster von Handmade by Miss Lilu: Simplea.
Irgendwann letzte Woche las ich zufällig in einem meiner Stammteams den Hilferuf von Änna Benneker von dem so wundervollen Label Ann Appleaday, dass sie eine Mitfahrerin zum Lillestoff-Festival sucht - in ihrem quietschgelben Bulli. Ihre Freundin war nämlich aus Krankheitsgründen abgesprungen.




Im Vorfeld des Lillestofffestivals hatte ich ganz vernünftig beschlossen, dass ich nicht fahren würde, jetzt auf einmal bot sich eine Chance auf ein Wochenendticket samt Übernachtungsmöglichkeit im Bulli.
Innerhalb von ein paar Minuten griff ich zu. Ganz spontan.




Und ganz spontan wurde daraus noch mehr. Die so liebenswerte Bella Dreier von Love, Bella bot uns an, den Bulli auf ihrem Grundstück zu parken und mir gut 20 anderen Frauen, das Wochenende bei ihr zu verbringen samt liebevollstem Catering durch die und ihren Mann. Der Kerl, der Hammer, sogar eine Goodie-Tüte hat er uns gepackt - mit pinkfarbener Schneiderkreide.





Das bringt Euch aber immer noch nicht zur Tasche. Änna und ich merkten, dass mit diesem Wochenende etwas ganz Besonderes auf uns zurauschen würde, also suchten wir nach einem schönen Mitbringsel für Bella.




Jetzt sind wir bei der Tasche. Bella hat dann diese Simplea von uns bekommen. Ich mag diesen klaren Stil der Tasche einfach sehr und ich finde er passt perfekt zu Bella.

Vernäht habe ich einen tollen Kokka-Stoff, mutig kombiniert mit einem Oshkosh-Streifenjeans, dazu gab es dann noch das braune Kunstleder Maro. Erwähnte ich schon, dass ich Rot liebe?




Zum ersten Mal habe ich Anorakknöpfe verwendet und finde sie perfekt für diese Riegellösung bei der Simplea. Die Riegel habe ich übrigens gedoppelt.




Innen ist die Tasche fröhlich bunt getupft, in blauweiß und rotweiß. Auch einen Schlüsselhalter hat sie.




Das Schönste: Ich hatte das Gefühl, dass sich Bella wirklich über die Tasche gefreut hat. Es ist ja immer so eine Sache, einer anderen Näherin etwas Genähtes zu schenken, aber dieses Geschenk scheint geklappt zu haben.
Und ich, ich habe mich sehr über die vielen wundervollen Frauen dort gefreut: Änna, Bella und all die anderen... Danke an Euch!

Und jetzt ab damit zu RUMS.

Mittwoch, 14. September 2016

Simplea für mich!

Hallo Ihr Lieben,
okay, okay, ich gebe es zu: Ich bin anscheinend taschensüchtig. Hmmm, ich sollte es genauer ausdrücken: Ich bin taschennähsüchtig.
Schuld daran ist die liebe Sandra von Handmade by Miss Lilu.
Schon wieder hat sie ein neues Schnittmuster auf den Markt gebracht. Dieses Mal die Simplea.




Und ich muss sagen, ich liebe ihren schlichten, puristischen Look.
Ihr seht gerade meine neue Alltagshandtasche. Hat halt auch eine gute Größe.

Bei Myo Stoffe habe ich ein wunderschönes Kunstleder entdeckt, das 35% Echtlederanteil hat: Marielle. Deswegen fühlt es sich einfach absolut streichelweich an und sieht einfach nur klasse aus





Zugeschnitten liegt hier noch eine Variante in Flaschengrün und auch das haut mich schon als Zuschnitt um.
Ich finde, das Leder passt perfekt zum Look der Simplea. Schnitt und Material beflügeln sich da gegenseitig.





Ich war wirklich hin und weg, dass Handmade by Miss Lilu meine Idee einer Tasche mit zwei seitlichen Riegeln aufgegriffen hat und daraus ein so schönes Schnittmuster entwickelt hat. Deswegen fühlt sich Simplea auch ein bisschen wie mein Baby an.




Schön am Schnittmuster ist, dass es wirklich extrem leicht zu nähen ist, also endlich auch ein Projekt ist, mit dem sich Anfänger an eine Tasche herantrauen dürfen und trotzdem eine ganz unverwechselbare Optik hat.





Wirklich schön sind auch die Origami-Ecken, mal was ganz anderes als die Standardlösung und trotzdem blitzschnell genäht.




Wie so oft habe ich mein Lieblings-Merinogurtband verwendet. Eine liebe Nähfreundin hat mir netterweise Nachschub besorgt.




Hinten hat die Tasche ein Einsteckfach. Finde ich klasse, so suche ich nicht immer hektisch nach meinen Schlüsseln und dem Handy.





Ich mag meine neue Tasche sehr - und Ihr?




Und jetzt ab damit zu RUMS.