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Mittwoch, 27. April 2016

Die Ameisen sind los!

Hallo Ihr Lieben,
ich durfte für Alles für Selbermacher als Gewinnerin des PreSew-Pakets den wirklich wunderbar krabbeligen "Ants"-Sommersweat  von Andrea Lauren vernähen.
Als das Päckchen ankam, waren meine Jungs direkt hin und weg vom Design und vollkommen problemlos verteilten die Drei die Farben unter sich.
Mint für den Mini, Ocker für den Midi und Weiß für den Maxi: "Ich steh auf klare Kontraste, Mama!"
Der Sommersweat hat eine sehr angenehme stretchige Qualität und ist genau das Richtige für die neue Frühlingsgarderobe.




Und genau so cool wie der Stoff, aus dem ich nähen durfte, ist das genähte Objekt. Es handelt sich nämlich um den neusten Coup aus dem Hause von Frau Dr. Täschling: Der "Geheimling" wird gerade  von uns auf Herz und Nieren getestet.
Meine Jungs haben mittlerweile einige Modelle dieses wunderbaren Hoodies aus dem Hause Allerleikind in ihrem Kleiderschrank und sind große Fans.




Ich bin das auch, denn der Schnitt ist unglaublich wandelbar und das größte Problem beim Nähen ist wohl die Auswahl des zu nähenden Modells. Denn auch wenn ich Euch hier gleich drei unterschiedliche Modelle zeige, seht Ihr damit nur einen Bruchteil der Möglichkeiten.




Aber das ist auch gut so, denn eigentlich ist der Geheimling ja noch ganz geheim. Aber vielleicht wächst bei Euch mit diesen Bildern auch so ein bisschen die Vorfreude auf den neuen Schnitt von Allerleikind.
Ich finde es auf jeden Fall cool, meine Söhne nun von Kopf bis Fuß mit meiner Lieblings-Schnittmustererstellerin zu versorgen.




In den nächsten Wochen muss ich unbedingt noch alle Möglichkeiten dieses tollen Ebooks weiter ausloten. Zum Beispiel die Sache, die den Geheimling zu einem echt geheimen Ding macht. Aber pssst!




Und dann muss ich Euch noch die Geschichte hinter den Bildern erzählen:
Als alle drei Jungs heute nach Schule und Kindergarten wieder zuhause eintrafen, hatten wir ein kleines Schönwetterloch in all dem Gewitter-Regen-Hagel-Schlechtwettermix. Also raus auf die Straße zum Photos machen.




Nach nur drei Minuten hatten die Drei alle Bilder im Kasten. Wir konnten also wieder ins Warme.
Doch nein, Muttern hatte den Schlüssel im Haus gelassen. Da standen wir nun: drei Kinder in Pullis aus leichtem Sommersweat, einzig die Mutter in Winterjacke und Schal.




Die nette Nachbarin zur Rechten, die unseren Haustürschlüssel hütet, war nicht da, die Nachbarin zur Linken noch auf der Arbeit.
Also rief ich den Opa an, der machte sich dann quer durch die Stadt auf den Weg zu uns.
50 Minuten lang teilten wir uns meine Jacke samt Schal und die Tomate, die der Große von seinen letzten 30 Cent für uns als Notration gekauft hatte.





Ihr ahnt gar nicht, wie sehr wir uns auf unser warmes Wohnzimmer gefreut haben, und ich bin mir ganz sicher, dass den Jungs jetzt der Wert einer gut geheizten Wohnung deutlich bewusster geworden ist.




Danke Opi, für die Rettung aus der Eishölle! Du bist der Beste!





Dienstag, 26. April 2016

Im Wettbewerb mit Tecia

Hallo Ihr Lieben,
heute könnte ich Eure Unterstützung gut gebrauchen. Weiter unten erkläre ich Euch auch, wie Ihr mich unterstützen könnt.

Als ich Anfang letzten Jahres das Probenähen für mich entdeckt habe, waren Katrin und Frank Krause von tragmal.de mit die ersten, die mir eine Chance gaben.
Ihre Tecia war der erste Frauenschnitt, den ich überhaupt probegenäht habe.

Umso mehr habe ich mich jetzt über die Chance gefreut, für die beiden am Modellnäh-Wettbewerb der Tecia teilzunehmen.

Ganz schnell habe ich mich erinnert, was für ein klasse Schnitt die Tecia ist und vor allem wie wandelbar er ist. Das werdet Ihr bestimmt auch entdecken, wenn Ihr Euch die Tecias der anderen Wettbewerbsteilnehmerinnen anschaut.




Nähtechnisch verändert sich ja doch viel in eineinhalb Jahren: Habe ich damals noch ängstlich an der Anleitung geklebt, macht es mir mittlerweile sehr viel Spaß, Schnitte für mich anzupassen und Details einzuarbeiten, die mir gefallen. Ich bin da sehr viel freier geworden und kann meine Kreativität besser ausleben.




Und ich weiß, was zu mir passt und was nicht. Tecia ist einer dieser Schnitte, die Euch da große Freiheiten lassen, sowohl was die Länge, die Ärmel, die Kragen- und Ausschnittform angeht. Das ist gut, denn ich langweile mich ungern beim Nähen.




Das ist leider ein genereller Wesenszug an mir. Ich kann mich schnell für eine Sache begeistern, langeweile mich dann aber auch schnell wieder, wenn mein hungriger Geist keinen Input bekommt. Insofern freue ich mich so sehr darüber, wie sehr mich das Nähen doch immer wieder fesselt und wie sehr ich mich darin vertiefen kann. Ich glaube, danach habe ich immer gesucht, nach dieser Sache, bei der es mir so viel Spaß macht, wirklich in die Tiefe zu gehen und dabei etwas zu schaffen.





Aber bevor das hier in eine Charakterstudie der Frau Muscheid ausartet, hier meine Änderungen am Schnitt. Am augenfälligsten mag die Saumlösung sein. Hier habe ich, anders als vorgesehen, ein Bündchen eingearbeitet, dass ich mit zwei Ösenpatches aus Snappap in eine Kordelzugvariante  verwandelt habe.




Diese Idee habe ich dann auch am Kragen wieder aufgegriffen. Ich habe mich für den überlappenden Kragen entschieden, diesen aber nicht mit einem Knopf geschlossen, sondern wieder über zwei Ösenpatches eine Kordel eingezogen.




Hinzu kommen für mein persönliches Glück noch meine heiß geliebten überlangen Bündchen. Ich finde, hier passen sie besonders gut, da ich so das blau melierte Bündchen vom Saum und den Tascheneingriffen als Thema wieder aufnehmen kann.





Krageninnenseiten und Tascheneingriffe sind aus einem hellblaumelierten, extrem kuschelweichen Jersey, ein echter Hautschmeichler.

Aber meine große Liebe gebührt bei diesem Stück natürlich dem wundervollen Sommersweat von Lillestoff mit Namen Laureen.




Schon ewig bin ich um diesen Stoff herumgeschlichen, habe überhaupt erst einmal Facebookrecherchen starten müssen, um den Stoff zu finden und habe mich dann letztendlich trotz meines überquellenden Stoffkellers dafür entschieden, ihn zu kaufen.
Es ist ja schon ein sehr ins Auge springender Stoff.




Genau deshalb habe ich ihn ansonsten auch sehr straight verarbeitet und keine Unterteilungen mehr im Schnitt eingebaut. Der Stoff ist einfach so schön, dass er wirken dürfen muss.
Mit dem Ergebnis bin ich wirklich absolut zufrieden und wenn Euch mein neues Lieblingsteil genau so gut gefällt wir mir, würdet Ihr mir einen großen Gefallen tun, wenn Ihr unter diesem Facebook-Beitrag  für mich abstimmt. Dazu müsst Ihr einfach meinem Bild ein Like verpassen (und gern auch noch all den anderen schönen Tecias, die Ihr dort seht). Am Ende gewinnt die Teilnehmerin mit den meisten Likes.




Ich hoffe ja unter den drei Preisträgerinnen zu sein, weil ein Teil der Ehre dann definitiv meinen Söhnen gebühren würde. Den Preis gibt es nämlich für das beste Bild und meine haben dieses Mal meine beiden Großen, immer hin erst 8 und 11 Jahre alt, im Duett geschossen.
Ich finde, ein gewisses Gestaltungstalent scheint das Familienerbe zu sein. Ich bin ganz stolz auf die Beiden.




Und wenn Ihr jetzt selber auch kreativ tätig werden wollt, kommt hier der Link zur Tecia. Ich verspreche Euch, dass sie definitiv auch anfängergeeignet ist.




Und jetzt ab damit zum MMM und zu RUMS.













Sonntag, 24. April 2016

Ahoi - Auf großer Fahrt mit Tetrands

Hallo Ihr Lieben,
habe ich Euch schon von meiner Kindheit in Ostfriesland erzählt?
Ich bin zehn Kilometer entfernt der Nordsee groß geworden, das prägt.
In einem Sommer haben meine Cousine und ich einmal einen ganzen Eimer Schollen gefangen, einfach nach einer etwas heftigeren Flut aus einem Graben hinterm Deich mit der Hand herausgefischt. Die ganze Familie wurde satt.
In einem Winter konnten meine Mutter und ich auf riesigen Eisschollen hinaus aufs Meer spazieren.

Aber bevor ich mich hier ganz in maritimen Erinnerungen verliere, möchte ich noch meinen aktuellen Lieblingspullover für den Kleinen zeigen.




Nächste Woche kommt mit Tetrands das neue Schnittmuster von Elfriede&Fridolin. Ich habe ihn Euch ja schon angekündigt und mag ihn wirklich sehr, da er einfach so viele Möglichkeiten bietet.
Auch passt der lässige Stil einfach gut zu meinen Sprotten.




Dieser hier ist nach einem ganz genauen Auftrag meines Kleinen entstanden.
(Kleiner Einschub: Meine Jungs scheinen tatsächlich genau begriffen zu haben, was für einen Vorteil eine nähende Mutter ihnen bietet. Immer wieder kommen sie mit ganz detaillierten Wünschen zu ihrer Gaderobe...)

Ich experimentiere gerade ein wenig mit Snappap (wahrscheinlich ein Jahr später als der Rest von Euch) und grübelte an ein paar Applikationsideen mit dem veganen Leder. Da stand der Lütte vor mir und sagte, dass er einen Pullover mit einem Anker und einem Herz wolle.




Ich freue mich ja immer über so klare Ansagen und hatte dann sofort die Idee, seine beiden Wünsche durch ein echtes "Tau" zu verbinden. Auch wenn ich mich immer noch frage, wie er auf diese Idee gekommen ist. Ist ja ein altes Thema, aber eigentlich keines, das er schon mal bewusst wahrgenommen haben dürfte.




Hier eine kleine Anleitung für Euch:

Den Anker habe ich mir einfach aufgemalt und dann auf Vliesofix übertragen (Wer sich das nicht zutraut, findet auch bei einer einfachen Google-Bildersuche jede Menge Ankervorlagen).
Dann habe ich ihn auf das vorher gewaschene und getrocknete Snappap gebügelt.
Ebenso bin ich mit dem Herzchen verfahren.
Danach habe ich eine 8 mm-Öse im Anker befestigt. Hinterher habe ich vorsichtig eine 8 mm-Möbelkordel durchgezogen und den Anker vorsichtig festgebügelt. Als nächsten Schritt habe ich das Werk mit einem Dreifach-Geradstich festgenäht.  Um die Kordel zu fixieren, habe ich auch sie, auf dem Pullover festgenäht. Zum Schluss habe ich dann noch per Hand den Anfang der Kordel in der Ösenmitte mit ein paar Stichen gesichert, da dieser ja gern ausfranst.





Um den Look beizubehalten, habe ich kreisförmige Ösenpatches aus Snappap zugeschnitten (Ein kleines Schnapspinnchen leistet da gute Dienste) und auch die Kordelenden mit Snappap gesichert.



Ich habe dem Pullover dann noch ein paar Fakepaspeln verpasst, um den von mir so geliebten Raglanschnitt zu betonen.



Stoffe mit maritimen Mustern gefallen mir oft nicht so sehr, aber dieser melierte Sweat mit dem etwas verwaschenen Look war eindeutig "meiner". Ich liebe einfach diesen Farbton.




Mir gefällt er richtig gut und mein Kleiner kann so deutlich zeigen, dass er zumindest zur Hälfte ein echtes Nordlicht ist. Den kleinen Seeräuber erkennt man doch auf den ersten Blick in ihm, oder?













Freitag, 22. April 2016

Tetrands Nr. 1

Hallo Ihr Lieben,
heute habe ich ein neues Schnittmuster für Euch, eines dessen besonderes Geheimnis ich aber erst in einem weiteren Exemplar enthüllen werde.

Tetrands von Elfriede & Fridolin ist ein wunderschöner Hoodie, der sehr wandlungsfähig ist. Drei Stück habe ich genäht und keiner sieht dem nächsten auch nur ansatzweise ähnlich. Das mag ich besonders an Schnittmustern, wenn sie mich eben nicht langweilen, sondern mir immer wieder neue Ideen liefern.




Ideen lieferte dieser Pulli auch sofort meinem Kleinen. Als er den applizierten Pfeil aus Snappap sah, war er hellauf begeistert und freute sich über seinen "Indianerpullover".
Da hat Jasmin von der Handemadebox mit der Auswahl des Stoffs für seinen Hoodie anscheinend genau seinen Geschmack getroffen.




Obwohl ich sicher bin, dass dieser coole Pfeile-Sweat auch seinen großen Brüder sehr gut gefallen hätte. Er ist einfach ziemlich lässig.
In Kombi dazu kam der melierte Viskosejersey. Ich hatte ja immer Respekt vor Viskosejersey, aber das weiche Material verarbeitet sich wirklich ganz unkompliziert - auch in Verbindung mit Sweat.




Für den besonderen Pfiff habe ich das Grau in Grau mit roten Ziernähten, Paspeln und Bündchen aufgepeppt. Auch die kreisförmigen Ösenpatches habe ich mit roten Ziernähten abgesetzt, selbst die Kordeln haben rote Kordelstopper aus Jersey bekommen.




Elfriede & Fridolins Tetrands fällt locker und entspannt, ich muss aber gesehen, dass dieser hier noch ein bisschen auf Zuwachs gearbeitet ist, denn im Kleiderschrank des Kleinen türmen sich die Hoodies bereits bedrohlich. Er muss halt immer wieder meine unersättliche Hoodie-Liebe ausbaden.




Auf jeden Fall scheint es der perfekte Pullover zu sein,  um komplett entspannt in Spielwelten abzudriften. Den "Indianerpullover" hat unser Muckel nämlich sofort als Aufforderung genutzt, seine Indianer aus der Spielzeugkiste zu holen.




Ich mag es ja, wenn ein Photoshooting für meine Kids nicht den Anstrich von Arbeit vermittelt, sondern ihnen einfach nur Spaß macht. Noch besser, wenn sie eigentlich gar nicht das Gefühl haben, dass sie gerade abgelichtet werden.
Der Lütte hatte auf jeden Fall richtig Spaß.




Und ich glaube, der Indianer auf dem Pferd hat am Ende gewonnen...
Mit diesem Fazit lasse ich Euch dann noch ein paar Bilder da.