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Donnerstag, 17. März 2016

Goldbeutel kann man nicht genug haben

Hallo Ihr Lieben,
ich erwähnte ja, dass ich der Goldbeutel-Sucht verfallen bin.
Deswegen heute ein paar schnelle Bilder von meinem neusten Goldbeutel.

Dies Mal in der Kombination mit Kord. Ich bin ja schon seit meiner Jugend überzeugter Kord-Junkie. Meine Kindheit gehört ja noch eindeutig in die Parka-Zeit. Parka plus Kordhose und Gummistiefel und wir waren draußen unterwegs in den Modderbergen unseres Neubaugebiets.

Irgendwie habe ich die Erinnerung, dass wir Mädels uns damals erst sehr spät die ersten Gedanken um unser Aussehen und um unser Styling gemacht haben.



Irgendwie war es damals eine sehr entspannte Zeit, um ein Mädchen zu sein.
In diesen Jahren bestand mein Leben aus Plänen und Zielen, Dinge, die ich in meinem Leben erreichen wollte. Würde aus mir eine weltbekannte Journalistin werden oder doch eher eine Biologin?

In einer neunten Klasse (Tja, war wohl nichts mit weltbekannter Journalistin) machte ich vor ein paar Jahren als Einstieg in den Unterricht einen Fragebogen. Unter anderem stellte ich dort die Frage: Wie stellst du dir dein Leben in 15 Jahren vor? Seltsamerweise waren alle Mädels mit einem sehr attraktiven reichen Mann verheiratet und hatten genau zwei Kinder. Eigene Berufspläne - Fehlanzeige! Irgendwie hatte ich erwartet, die Emanzipation wäre schon ein Stückchen weiter.

Insofern steht Kord für mich immer für die Unkompliziertheit meiner Jugend und hat auch etwas Anpackendes.


Da habe ich mich gefreut, Kord einmal nicht nur zu Hosen zu verarbeiten, sondern das Material meiner Kindheit auch zu einem Goldbeutel zu verarbeiten.
Vanessa von Knopfloch - mit Liebe handgemacht hat dieses wunderschöne Ebook entwickelt, das für mich einen echten Suchtfaktor hat.


Das Schöne an ihm ist nicht nur, dass man mit ihm Stoffe einfach wunderbar kombinieren und wirken lassen kann, ich mag auch einfach, wie unkompliziert es zu nähen ist.
Denn am Anfang hatte ich schon etwas Manschetten vor diesem Projekt. Ich wollte es unbedingt nähen, weil mir Vanessas Exemplare dermaßen gut gefallen haben, aber Respekt war da.
Insofern war es eine echte Überraschung für mich, wie leicht der Goldbeutel an sich zu nähen ist.
Auch wieder so ein Projekt, von dem ich vor zwei Jahren noch nicht zu träumen gewagt hätte.
Schön, dass man sich im Leben doch immer weiterentwickelt.

Zu meinem Leben gehören mittlerweile übrigens auch ein attraktiver Mann und drei Kindern. Schön, dass man nicht alles planen kann. Und: Kord geht immer!

Und jetzt ab damit zu RUMS

Dienstag, 15. März 2016

Goldbeutel von Knopfloch - mit Liebe handgemacht

Hallo Ihr Lieben,
in den letzten Wochen habe ich meine große Liebe zum Geldbeutel, genauer gesagt zum Goldbeutel, entdeckt. Nicht weil ich so viel hätte, um es hineinzutun, sondern einfach weil ich den Schnitt für das Portemonnaie "Goldbeutel" von Knopfloch (mit Liebe handgemacht) einfach so charmant finde.

Ich liebe ja toll kombinierte Webware und der "Goldbeutel" bietet einfach so viele Möglichkeiten, auch kleinere Stücke Webware wunderschön umzusetzen.

Zudem finde ich, dass so ein Portemonnaie ein richtig tolles Geschenk ist.
Stellt Euch also darauf ein, dass ich Euch in den nächsten Wochen so einige Goldbeutel "um die Ohren haue". Ich habe nämlich mittlerweile so einige genäht. Sechs, glaube ich, und Nummer 7 liegt schon zugeschnitten da. Zwei davon möchte ich Euch heute vorstellen.


Mit dem Goldbeutel kann man nämlich nicht nur seine Liebe für Webware ausleben, sondern auch die für Knöpfe. Ich hatte richtig viel Spaß daran, immer wieder passende Knöpfe herauszusuchen.


Niedlicherweise scheint das auch ein Hobby meines Mittleren zu sein, denn der ist echt ein Held im Stoffgeschäft, wenn es darum geht, die schönsten Holzknöpfe aufzuspüren. Aber seinen persönlichen Liebling könnt Ihr ein paar Bilder später entdecken...


Dieser Goldbeutel ist noch eine meiner ersten Versionen. Für die späteren habe ich dann meinem Alltag mit drei Kindern angepasst die Anzahl der Kartenfächer verdoppelt.
Vanessas tolles Tutorial ermöglicht auch das problemlos.


Habt Ihr eigentlich auch das gleiche Karten-Problem wie ich? Manchmal glaube ich, dass  - falls mich jemals jemand überfallen sollte - ich diese Person problemlos mit meinem Portemonnaie niederknüppeln könnte. Nicht, dass ich eine Sammlung erlesener Kreditkarten hätte, aber allein die Krankenkassenkarten in meinem Portemonnaie sind gleich zu sechst. Plus die Girokarte, die Paybackkarte, meine Kopierkarte, Karten diverser Kaufhäuser, Eintrittskarten für den lokalen Park, meine Ehrenamtskarte und, und, und.



Gut, dass man daher die Anzahl der Kartenfächer problemlos auf die eigenen Bedürfnisse anpassen kann.


So, da war er, der Lieblingsknopf des Midis. Mögt Ihr ihn auch so wie wir?



Ich finde es einfach schön, mit diesem Ebook so mit Farben und Formen spielen zu können. Denn es gibt nicht nur unterschiedliche Variationen für den Oberstoff, sondern auch für die Form der Klappe.


So ist jeder meiner Goldbeutel immer wieder anders schön.
Mein Problem ist jetzt nur, welchen behalte ich, welche verschenke ich?


Ich bin ja froh, dass ich endlich ein Portemonnaie gefunden habe, in dem ich alles unterbekomme.
Und: Anders als erwartet, ist der Goldbeutel total einfach zu nähen. Ich bin ja ansonsten mehr so die Kleidungsnäherin und bei Jersey und Sweat kann man ein paar Millimeter Verschnitt auch immer problemlos ausgleichen, so hatte ich hier schon ein wenig Angst vor ganz viel Gepfriemel bei all den Fächern. Aber nein, das Portemonnaie ist quasi selbsterklärend und wirklich fix genäht.
Ein entspanntes Projekt an einem kurzen Abend.


Auch das erklärt, warum die Anzahl der Goldbeutel in diesem Haushalt so rasend zunimmt...

Und falls Ihr dieser Sucht auch verfallen wollt, hier der Link zum Goldbeutel.

Und jetzt ab damit zu RUMS

Mittwoch, 9. März 2016

Adieu Rosile: Ein Letz Fetz 2.0 für dich!

Hallo Ihr Lieben,
die Nachricht traf mich vollkommen überraschend. Eine meiner Lieblingsschnittmuster-Erstellerinnen hört auf, um Familie und Job besser unter einen Hut zu bekommen. Eine sehr verständliche Entscheidung, aber eine die mich sehr, sehr traurig macht.  Denn ich liebe Rosiles Schnitte sehr. Zum Beispiel den wunderbaren Letz Knöpf oder das unglaubliche Hemd Sammy und, und, und.
Heute möchte ich Euch einen Letz Fetz 2.0 zeigen. Mein Sohnemann trägt nämlich jetzt Partnerlook mit mir.


Das ist das praktische an diesen kleinen Wesen. Von den Stoffen für die Mutter fällt meist so viel ab, dass es oft noch für einen Pullover in klein reicht. Und da ich ja nicht so der Typ "rosa" bin, passt es zumeist auch ganz gut.


Kennengelernt habe ich Rosile in der Stammnähgruppe für den Täschling von Allerleikind. Schon damals gefiel mir ihre Art. Als sie dann zum Probenähen für ihr wunderschönes Hemd Sammy aufrief, wusste ich, dass ich dabei sein musste.


Mir gefiel das Stehkragenhemd  einfach dermaßen gut. Endlich konnte man auch mal für Jungs etwas aus Baumwolle nähen. Rosile nahm uns Näherinnen ein für allemal die Angst vor Kragen und Manschetten und es war eine große Freude, Teil ihrer so kreativen Probenähgruppe zu sein.

Hier liegen gerade noch zwei fertig zugeschnittene Sammys herum, ich freu mich schon auf das fertige Ergebnis.


Dann kam als nächstes Projekt der Letz Fetz Men. Auch so ein Sahnestückchen. Eines, das mein Mann mit echter Begeisterung trägt.


Und um die Familie zu vervollständigen gab es den Letz Fetz Women, meinen absoluten Lieblingspullover. In keinem meiner selbstgenähten Teile fühle ich mich wohler.

Das ist echt das Geniale an diesem Schnitt: Er funktioniert für Vater, Mutter und Kind.



Und eigentlich sollte es weitergehen mit den nächsten schönen Schnitten von Rosile, denn tolle Ideen hat sie en Masse. Doch im neuen Jahr startete Steffi mit einem neuen Job und  geriet auch in das Hamsterrad von all uns berufstätigen Müttern, dem verzweifelten Versuch, Kinder, Haus, Job und Mann unter einen Hut zu bekommen, ohne das irgendetwas dabei leidet, besonders nicht die Kinder.




Jetzt hat Steffi die Reißleine gezogen und erarbeitet sich so mehr Zeit für ihre Kinder. Ich kann das sehr gut verstehen, aber ich wünschte, sie würde weitermachen.
Liebe Steffi, ich habe zwei Dinge an dir immer sehr gemocht: deine Art und deine Schnitte. Zumindest deine Art bleibt uns ja erhalten, hoffe ich.


Und: Der nächste Letz Fetz liegt hier schon zugeschnitten. Dieses Mal wieder einer für mich!


Adieu Rosile!
Bis zum 31.3. bekommt Ihr ihre tollen Schnitte noch im Rosile-Shop.

Dienstag, 8. März 2016

Beidseitige Liebe zum Anorak von LuMaLi

Hallo Ihr Lieben,
es gibt ja diese Kleidungsstücke, die gefallen eher dem Kind, und die, die eher der Mutter gefallen. Im glücklichsten aller Fälle gefallen sie beiden.
Das hier ist so ein Glücksfall. Dank einer netten Freundin, die sich ebenso wie ich in das Schnittmuster verliebt hat, haben wir uns beide gemeinsam ans Werk gemacht. Ich hatte das Schnittmuster schon begeistert am Tag der Veröffentlichung gekauft, es dann sogar direkt gedruckt, es aber aus Respekt immer wieder ein Stückchen weiter hinten meine ToDo-Mappe gepackt.

Da war der Wunsch meiner Freundin nach einem gemeinsamen Nähabend ein echter Glücksfall für mich, denn wenn man sich erst einmal an den Anorak herantraut, ist er wirklich nicht schwer.
Zusammen sind wir stark, nicht wahr, liebe Jeli?

Das hier ist schon mein zweites Exemplar. Auch das erste war für den kleinen Mann gedacht, passte aber in Größe 110 eher dem großen Bruder (der aktuell 128 trägt). Ist ja auch verständlich, wenn man bedenkt, dass es eigentlich als Überziehteil gedacht ist, ich es aber als Hoodie verwurschtet habe.


Ich bin auf jeden Fall ganz verliebt, wenn ich mir meinen Kleinen in diesem Teil so anschaue. Schon beim Nähen musste sich meine Freundin alle fünf Minuten anhören: "Ach, ist das nicht süß?" oder "Guck mal hier, diese Ziernaht! Sieht die nicht gut aus?".  Aber im Ernst, das hier ist ein Projekt, das mir wirklich von Anfang bis Ende wirklich gut gefallen hat. Eines dieser Teile, bei dem man direkt merkt, das wird gut.


Dabei war die Stoffkombi ein echtes Zufallsprodukt. Der erste Anorak war aus braun meliertem Sweat. Nur der war ja jetzt im Kleiderschrank des großen Bruders gelandet. Eigentlich sollte quasi ein Partnerpulli entstehen, aber da fiel mir der melierte Sweat der Handmadebox in die Hände. Im Moment ist dieser melierte Türkiston ohnehin mein absoluter Liebling.


Also machte ich mich auf die Suche nach einem passenden Kombistoff. Und tatsächlich irgendwo in der hintersten Ecke meines Stoffschranks fand sich dieser Art Gallery-Jersey mit den kleinen Vögelchen. Perfekt für einen Frühlingspulli, oder?


Ich hatte nur noch zwanzig Minuten bis zum Eintreffen meiner Freundin, also musste ich mich mit dem Zuschneiden beeilen.
Gar nicht so einfach, wenn man weiß aus, wie vielen Teilen die halbgefütterte Version dieses Anoraks besteht.  Ich meine, es sind 22 plus die Streifenversäuberungsstreifen plus die Jerseynudeln.


Aber ich finde, das Ergebnis ist jeden Zuschnitt wert. Ich mag ja einfach diesen reduzierten, leicht skandinavisch anmutenden Stil. Und natürlich die netten Details wie den Bogensaum oder die Zipfelkapuze.


Der größte Fan bin ich ohnehin von den Knebelknöpfen. Und mein Kleiner: Der liebt die geheime Bauchtasche. So praktisch, wenn man große Schätze horten will. Er gehört nämlich zu der Kategorie, die sich liebend gern der Anweisung der Kita widersetzt, dass man nur freitags am Spielzeugtag etwas Eigenes zum Spielen mitbringen darf.
Was meint ihr, wie viele seiner heißgeliebten  Legomännchen man wohl in so einer Geheimtasche unterbringen kann? Ich fürchte, sehr, sehr viele.


Ihr seht es an seinem Grinsen, dass ihm diese neue Chance auch schon aufgegangen ist.
Das ist bei uns nämlich immer ein Kriterium bei der morgentlichen Wahl des Pullovers. Hat dieser eine ausreichend große Bauchtasche? Wenn sie dann noch geheim ist, umso besser!