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Freitag, 29. Januar 2016

Schlichter schön...

Hallo Ihr Lieben,
erinnert Ihr Euch noch an die Vorstellung, die ihr von Eurem Kind hattet, als Ihr noch schwanger ward? Irgendwie war in meinem Kopf damals die Idee, dass ich mal ein blondbezopftes Mädchen haben würde, das in gelben Gummistiefeln und Ringelshirt fröhlich durch die Gegend hopst.

Warum Mädchen? In meiner Familie gab es eigentlich immer nur Mädchen. Meine Großeltern haben zwar einen Stammhalter gezeugt, aber danach kamen sechs Mädchen. Ich hatte schon zehn Cousinen, bevor der erste Cousin das Licht der Welt erblickte. Jungs waren eigentlich ein Fremdwort in unserer Familie.
Irgendwie habe ich wohl gedacht, das setzt sich so fort.

Bei meinem Erstgeborenen hat dann allerdings mein Frauenarzt schon in der 13. SSW. diese Idee platzen lassen.
Ich brauchte ein, zwei Stunden, um das fröhliche Zopfmädchen loszulassen und verliebte mich in den nächsten 27 Wochen meiner Schwangerschaft in meinen kleinen Jungen.

Mittlerweile haben wir drei Jungs, kein Mädchen ist in Sicht und unser Haushalt ist eindeutig männlich dominiert. Und ich? Ich würde meine drei Rabauken niemals gegen Mädchen eintauschen, egal wie viele Zöpfe sie auch haben mögen. Dem Charme eines kleinen Jungen, der vor einem steht und Liebesschwüre von sich gibt, kann wohl keine Mutter widerstehen.


So langsam muss ich aber wieder eine Idee loslassen. Denn mein Großer verabschiedet sich gerade immer weiter vom Kinderstatus und wird so langsam ein Pubertier. Auch das muss man als Mutter erst einmal lernen. Zehn Jahre lang hat man sein Kind bei so vielen Lebenssituationen begleitet, ihn jetzt auch einfach einmal flügge werden zu lassen, Dinge selber entscheiden zu lassen, ist nicht immer einfach.


Ich genieße es aber mittlerweile durchaus, einen Großen zuhause zu haben.
Einen, der mit mir abends, wenn die kleinen Brüder im Bett sind, noch ein paar Minuten auf der Couch sitzt und zum Beispiel mit mir Spanisch lernt.


Einen, der im Notfall auch mal seinen kleinen Bruder aus der Kita abholen kann.


Einer, der sich für viele Themen interessieren kann und morgens gern die Zeitung liest.

Natürlich ist der Große noch nicht durchgängig "groß", manchmal ist er auch ganz schön anstrengend, aber sein charmantes Lächeln mit den Grübchen kann er eigentlich immer versprühen.

Es sei denn, man versucht, ihm sein Heiligtum, das Smartphone zu entwenden. Gar nicht so einfach, das verlässliche Medienzeiten durchzusetzen, sage ich Euch.


Aber jetzt zu seinen neuen Klamotten: Ein schlichter rotmelierter Comet von Mialuna24 und ein Täschling 2.0 von Allerleikind aus Breitcord.


Ich finde, dem jungen Mann steht das leuchtende Rot sehr gut. Insofern habe ich den Farbton einfach wirken lassen und als einzige Verzierungen, einen Wikinger als Plott auf die Rückseite gebracht und Ziernähte aus naturfarbenem Garn gesteppt.


Auch der Täschling hat nur ein paar Akzente. Taschen und Knieflicken aus Feincord in einem helleren Braunton und Kontrastnähte in Petrol.


Was der Große sehr mag, ist die Bewegungsfreiheit in dieser Hose. Genau das richtige für jemanden, der in den Pausen noch am liebsten Fußball spielt.


Ein paar farbliche Akzente gibt es dann doch. Ich habe die Tascheneingriffe mit einem Ringelbündchen abgesetzt.


Gleich kommt mein Großer nach Hause und wir gehen zusammen Shoppen... Auch etwas, was mit größeren Kindern eindeutig besser geht.

Kommentare:

  1. Das sieht einfach super aus!
    Liebe Grüße
    Wolke

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  2. Superschönes Outfit. Tolles rot am coolen Pulli und die Hose finde ich den Oberknaller! LG Ingrid

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