...

...

Mittwoch, 15. April 2015

Noch eine Alba und eine Erinnerung an meine Oma

Hallo Ihr Lieben,
dieser Post ist ein kleines Andenken an meine Oma Hertha, die vor drei Tagen im Alter von 93 Jahren  gestorben ist.

In ihren letzten Lebensjahren war sie leider schon sehr dement und hatte auch nur noch ein sehr eingeschränktes Sehvermögen, was so schade ist, denn ich hätte ihr gern noch einiges gezeigt, was mir wichtig ist.

Meine Oma war eine begnadete Handarbeiterin. Sie konnte konnte häkeln wie keine Zweite, sehr filigrane Kunstwerke. Perfekte kleine Zierdeckchen oder wunderschöne Ziergardinen. Immer hatte sie eine Handarbeit zwischen ihren Fingern, ohne konnte sie nicht wirklich. Sie gehörte zu der Generation der Kriegsfrauen, die immer sehr hart in ihrem Leben anpacken musste, sich einfach mal gemütlich auf die Couch zu legen, war da nicht im Plan.
Oma Hertha konnte aber nicht nur häkeln, sondern auch stricken und sogar Teppiche knüpfen.
Unvergessen in meiner Erinnerung ist eine leuchtend türkisfarbene Wollunterhose, die sie für mich gestrickt hat, damit ich es im Winter nicht kalt habe.

Ob sie auch genäht hat, weiß ich gar nicht, an der Nähmaschine habe ich sie nie gesehen, aber ich bin mir sicher, dass sie sich gefreut hätte, wenn sie noch bewusst erlebt hätte, dass ihre Urenkel in selbstgefertigter Kleidung herumlaufen. Das hätte ich ihr gern gezeigt, meine drei Jungs - komplett vernäht.

Was mir von meiner Oma bleibt? Die Erinnerung an eine sehr starke, sehr aktive Frau, die in ihrem Leben mit harter Arbeit viel erreicht hat.
Vor allem aber der Glaube daran, dass es im Leben nie zu spät ist, mit etwas Neuem zu beginnen.

Meine Omi war schon über 60 Jahre alt, als sie das Schwimmen erlernt hat. Sie war mit Sicherheit die einzige Oma weit und breit, die im Schwimmbad Handstand im Wasser mit uns gemacht hat. Auch das Autofahren erlernte sie in diesem Alter.
Und ihre selbst im Backofen getrockneten Apfelringe werde ich auch nie vergessen. Denke ich an Oma, habe ich sofort diesen Duft in der Nase.

Meine Oma hinterlässt, sieben Kinder, vierzehn Enkel und grob geschätzt fünfzehn Urenkel und viele schöne Erinnerungen an sie. Danke, Oma Hertha!

In diesem Post möchte ich Euch meine zweite Alba von tragmal zeigen, genäht aus rauchblauem Interlock kombiniert mit einem wunderschönen Biojersey von Mondluna.



Ich habe mich für überlange Bündchen entschieden und einen hohen Kuschelkragen. Irgendwann muss ich noch einmal all die anderen tollen Möglichkeiten der Alba ausprobieren, zumal ja der Sommer kommt, aber hier habe ich mich noch einmal für die Muckelvariante entschieden.



Das Tolle an der Alba ist ja die Passe, unter der das Vorderteil in vielen kleinen figurfreundlichen Fältchen verläuft. Hier kann man gut das ein oder andere Kilo verstecken. Ein echtes Lieblingsteil.



Und ich mag die große Eingrifftaschen.



Und damit ab zu RUMS und zum MMM.

Kommentare:

  1. Deine Oma hätte sich bestimmt gefreut. Tolle Farben! Verlinkst du bitte noch zum MMM post von heute? Herzliche Grüße, Nina vom MMMTeam

    AntwortenLöschen
  2. dein Shirt sieht wirklich toll aus,das hätte deine Oma bestimmt auch gesagt
    LG Bettina

    AntwortenLöschen
  3. Mein herzliches Beileid. Aber ich bin mir sicher, deine Oma wäre stolz auf dich! Das Shirt sieht so klasse aus*haben will* XD
    LG Elli

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Anik,

    wieder einmal wunderbar geschrieben und eine so tolle Näharbeit. Deine Oma wäre stolz.

    Auch auf diesem Wege noch einmal mein herzlichstes Beileid. Es ist immer ein Verlust.

    Ganz liebe Grüße, Katrin von tragmal

    AntwortenLöschen