...

...

Mittwoch, 26. November 2014

Lieblings-Schnittchen

Man hat ja immer so ein Lieblings-Schnittchen.
Mein aktuelles heißt Freya von Finnleys, ein Kuschelpullunder mit Riesenkapuze, an dem man sich so richtig austoben kann, was Stoffauswahl und Akzentsetzung angeht.
Mir haben es gerade besonders die Ösen angetan, habe ich nämlich erst frisch gelernt und die aus Jersey passend gefertigten Kordelbänder.
Dazu nehmt ihr einfach einen drei Zentimeter breiten und ca. 110 cm langen Jersey, dann faltet ihr den Jersey beidseitig zur Mitte hin und geht mit einem dreifachen Zickzackstich über die Mittellinie. Fertig ist ein individuelles Kordelband, das perfekt zu euren Werken passt.

Diese Frey könnte mein absoluter Liebling werden. Hier habe ich rauchblauen Nicky von C. Pauli mit einem wunderschönen Jersey derselben Firma kombiniert. Das Ergebnis ist so kuschelig, dass ich am liebsten selber hineinschlüpfen würde.
Was meint ihr?






Dienstag, 25. November 2014

Motivationskünstlerin

Es gibt ja Menschen, die andere motivieren können.
Jenny Doan von der Missouri Star Quilt Company ist so eine Person. Hätte man mir im Vorfeld gesagt, dass sie mich per Youtube-Video von einer Nichtnäherin zu einer Patchworkerin befördert, hätte ich nur gelacht. Hat sie aber, diese Frau würde, glaube ich, auch den Weltfrieden erreichen, wenn sie sich nur dieses Ziel setzen würde. Tut sie leider nicht, aber dafür setzt sie sich sehr dafür ein, Laien wie mir zu erklären, wie einfach und simpel Patchwork sein kann.
Die Decke, die ich euch heute zeigen möchte, hat den lustigen Namen "Dissapearing Ninth Patch" und eignet sich sehr dafür, Menschen zu beeindrucken. Auf den ersten Blick sieht es nämlich so aus, als hättet ihr monstermäßigkleine Stoffteile äußerst akkurat aneinander genäht. Ist aber gar nicht so. Das ganze funktioniert folgender Maßen:
1) Ihr näht drei Stoffquadrate aneinander, macht eine Reihe von drei Quadraten (Ich empfehle hier sehr die Charm Packs von Moda, 42 bereits vorgeschnittende Stoffquadrate in den Maßen 12,5 x 12,5 cm).
2) Davon näht ihr drei Reihen.
3) Diese drei näht ihr zu einem großen Quadrat von insgesamt neun Quadraten zusammen.
4) Jetzt zückt ihr euren Rollschneider und teilt das große Quadrat genau in der Mitte mit Hilfe von zwei geraden Schnitten in vier kleinere.
5) Diese legt ihr jetzt nur noch in Muster zusammen, wie es euch gefällt. Achtet beim Zusammenlegen darauf, dass keine Nähte aneinanderstoßen.

Bereits ein solches Großquadrat reicht für ein tolles Kissen. Seid ihr ambitionierter reicht es auch für eine Decke wie hier in der Größe 1,50 x 1,95 m. Das diesjährige Geburtstagsgeschenk für meinen wunderbaren Mann, der alles geschriebene liebt und für den ich daher diesen tollen Stoff für die Umrandung gefunden habe, auf dem englische Buchseiten abgedruckt sind. Die verwendeten Charm Packs sind übrigens aus der Reihe "little black dress 2" von Moda.


Freitag, 21. November 2014

Schwiegermutterns Kuschelstunde

Vor ein paar Tage hatte meine Schwiegermutter einen runden Geburtstag. Da sie nun wirklich die Weltbeste aller Schwiegermütter ist, wollte ich ihr etwas Besonderes zum Geburtstag machen. Meine Wahl fiel auf eine Patchworkdecke, denn alle Menschen, die mir besonders am Herzen liegen, bekommen so nach und nach eine von mir.  Das hat damit zu tun, dass ich nach der Geburt meines Jüngsten, der mit einem schweren Herzfehler auf der Intensivstation lag, immer ein sehr spezielles Bild vor Augen hatte. Ich konnte ihn damals mit all seinen Kabeln und Schläuchen damals nicht anfassen, auch da er ein Medikament bekam, dass ihn sehr berührungsempfindlich gemacht hat, sodass er selbst ein sanftes Streicheln als Schmerz empfunden hätte. So habe ich mir damals vorgestellt, dass ich ihn in meine Liebe einhülle wie in eine bunte, kuschelige Patchworkdecke und habe versucht, ihm so meine Liebe zu schicken.

Anfang dieses Jahrs hat er so einen Quilt geschenkt bekommen von einem ganz wundervollen Verein, der sich um besondere Kinder mit einem schweren Start ins Leben kümmert. Gestickt von 12 Stickerinnen hat mein Sohn seine ganz eigene Decke bekommen. Strahleaugen e.V. heißt der Verein und solltet ihr noch nach einer Möglichkeit suchen, Geld zu spenden. Dort ist das Geld wunderbar angelegt. Strahleaugen hat mich zum Nähen verführt. Ohne diese Quilts hätte ich, glaube ich, nicht zum Nähen gefunden.
Mittlerweile sind jetzt schon insgesamt fünf Decken entstanden und an der sechsten für mein Patenkind sitze ich gerade.

Jetzt aber zurück zur Patchworkdecke für meine Schwiegermutter. Entstanden ist sie nach dem berühmten Jelly Roll Race der umwerfenden Jenny Doan von der Missouri Quilt Company. Wollt ihr euch mal eine nette Stunde gönnen, schaut euch ihre Videos an.
Ich habe eine Jelly Roll von Moda verwendet aus der Serie "Barcelona", weil das die Lieblingsstadt meiner Schwiegermutter ist. Das Straßennetz Barcelonas durchzieht einige der Stoffe.
Genäht ist das Top (= die Oberseite) so eines Quilts wirklich locker in 1,5 Stunden. Der Rest braucht dann natürlich doch noch ein bisschen. Aber wenn man das Binding (= der Randabschluß) dann mit der Maschine näht, geht auch das fix. Ich verquilte übrigens immer erst das Top mit dem Vlies, bevor ich die Rückseite drannähe, ist anfängerfreundlicher. Mit einer Jellyroll kommt ihr so auf einen Quilt (inklusive Randstreifen) von ca. 1,50 x 1,95 m.

Wie gefällt sie euch?


Der total verhun(z)te Huntsman

Die Tage bekam ich in meinem Lieblingsstoffladen ein schönes Reststück braunen Walkstoff geschenkt (Einschub: Kennt Ihr das auch, eigentlich wollt Ihr nur ein kleines Stück Webband kaufen und geht letztendlich doch wieder mit einer prall gefüllten Tüte an Streichelstoffen nach Hause?). Begeistert stellte ich zuhause fest, dass es reichen würde für einen Huntsman (Schnitt aus der Ottobre 6/2013), also einer netten kleinen Kapuzenjacke mit schräg verlaufenden Reißverschluß in Größe 104.
Schön, wenn einem solche Dinge auf einmal zufallen.
Absetzen wollte ich sie mit einem türkisen Wolkenjersey und Jerseyschrägband.
Aber dann hatte ich leider beim Nähen den Totalaussetzer: Statt den unteren Saum umzuschlagen und mit dem Wabenstich festzunähen, erwischte ich die Innenkanten. Dumm gelaufen. Habt ihr mal einen Wabenstich aufgetrennt? Quasi unmöglich.  Also musste eine andere Lösung her.
Letzendlich sieht die Jacke jetzt so aus. Um das Zuviel an Stoff aufzufangen, habe ich noch ein elastisches Kordelband eingezogen.
Warum ich Euch dieses eher missglückte Werksstück zeige? Einfach um zu sagen, dass einem auch noch Dinge misslingen, die man schon des öfteren genäht hat. Diese Jacke war, glaube ich, mein vierter Huntsman. Und irgendwie gibt es dann doch immer noch eine Lösung...




Mittwoch, 19. November 2014

Gitarrenstunde mal anders

Mein Großer hat bei meinen Streifzügen bei Dawanda einen Stoff entdeckt, der es ihm anscheinend sehr angetan hat. "Burning guitars" nennt er sich und der Name ist hier auch Programm. Daraus sollte ich ihm etwas nähen.
Der Stoff war wirklich schön und endlich auch mal etwas für Jungs, die dem Kindergartenalter entwachsen sind, und für einen angehenden E-Gitarristen war er auch einfach quasi Pflicht. Da ich gleich etwas großzügiger bestellte, fiel für alle drei etwas ab:

Ein Robstar von Rosile (Sehr praktisch praktisch übrigens, dass man den Taschenausschnitt gleich als Ellenbogenflicken weiterverwenden kann nach dem Motto "Bloß nichts verkommen lassen"), eine sehr fröhliche Dinomütze der Hamburger Liebe gemütlich gefüttert mit Teddyplüsch für einen Satz heißer Ohren, und ein kleiner Komet von Mialuna24, denn auch kleine Jungs wollen mal große Rocker werden.

Zumindest vom Outfit her habe ich jetzt hier eine kleine Rockband zuhause. Laut genug sind sie!







Resteküche

Was macht man in einem großen Haushalt, wenn Reste anfallen?
Man wirft alles zusammen. Manchmal kann man dieses Prinzip auch beim Nähen anwenden. Mein Jüngster brauchte ein neues Langarmshirt für seine Geburtstagsparty. Der junge Mann ist nämlich vier geworden. Farbenfroh war gewünscht und auch sinnvoll, um ihn im dem Getrubel des Indoorspielplatzes auch wiederzufinden (Fußnote: Wenn Ihr es vermeiden könnt, feiert, niemals, wirklich niemals in einem Indoorspielplatz Geburtstag! Never ever again!).
Also schaute ich mir all meine Reststoffe an und entschied, dass ich bunt mischen wollte. Der Hoodieschnitt, der sich meiner Meinung nach sehr gut für so eine Mischung eignet, ist Mialunas Comet, weil man da fröhlich Taschen, Vorder- und Seitenteile kombinieren kann.
Wichtig war mir nur, dass es sich alles auf einem türkisen Nenner wiederfindet.
Außerdem ist das Ganze sehr schnell genäht. Länger als eine Stunde braucht ihr für so ein Shirt bestimmt nicht.
Seitdem ich mit der Ovi nähe, spare ich mir das Zusammenstecken mit Stecknadeln übrigens fast gänzlich. Der Ovifuß richtet es schon.

Nähen für Muttern: eine Lady Bella von Mialuna 24 für mich

Irgendwie kommt man als nähende Mutter ja doch immer ein bisschen zu kurz.

Wir haben hier bei uns in Essen ein wunderschönes Stoffgeschäft (das IMeMy), das tolle Biostoffe von C. Pauli führt. Dort habe ich schon im Sommer einen tollen Frottee erstanden, der lange mit seinem Partnerstoff, einem Birnen- Jersey in meinem Schrank herumlag, weil mir immer wieder nette Sachen für die Kinder einfielen. Aber gestern Abend beim Nähtreffen war er fällig. Ich habe mal wieder eine Lady Bella von Mialuna24 genäht, etwas verlängert, weil meine beim letzten Mal etwas zu kurz geriet (okay, die hier könnte jetzt 5 cm kürzer sein, aber so ist sie winterkuschelwarm über dem Po). Es ist die Kapuze mit dem hohen Steg geworden, zusätzlich habe ich noch einen Kinnschutz eingebaut. Schön finde ich auch immer wieder Paspeln an den Passen. Stolz bin ich aber vor allem darauf, dass fast alle Birnchen in die richtige Richtung zeigen und der Reißverschluß im ersten Anlauf saß... Hätte mir mal jemand vor einem Jahr erzählt, dass ich mal solche Hoodies nähen würde, ich hätte ihn fröhlich ausgelacht. Nähen macht glücklich!

Einen Kinnschutz könnt ihr übrigens ganz einfach einbauen: Ich habe ein kleines Stück Stoff gedoppelt (Länge vielleicht 12 cm, Breite 4,5 cm) und es am Rand zusammengenäht, es dabei spitz zu beiden Enden auslaufen lassen (Achtung: An die Wendeöffnung denken!), dieses habe ich dann nach dem Wenden einfach mit der einen Hälfte zwischen Reißverschluß und Jackenstoff gelegt und die obere Hälfte darübergeklappt. So habe ich beim Annähen des Reißverschlußes auch gleich meinen Kinnschutz mit festgenäht.






Dienstag, 11. November 2014

Rabauken im Anmarsch...



Hallo,
ich den letzten Tagen habe ich mich etwas an einem neuen Schnitt ausgetobt: der "Freya von FinnLeys. Für meine Söhne habe ich die Rabauken-Variante gewählt. Toll war besonders die riesige Kapuze mit dem langen Kapuzensteg. Das Schnittmuster hätte ich auch gern für mich selbst. Mein Dreierpack habe ich aus Alpensweat in Kombi mit einer Art geringeltem Nicky genäht. Sehr kuschelig!